Haft

    Franzose (18) schleckt in Singapur Röhrli ab – jahrelange Haft droht

    Simon Ulrich
    Simon Ulrich

    Singapur,

    Ein 18-jähriger Franzose muss sich in Singapur vor Gericht verantworten. Er soll ein Röhrli abgeleckt, zurückgesteckt und das Ganze gefilmt haben.

    Röhrli
    Ein Student aus Frankreich steht in Singapur wegen eines Ekel-Videos vor Gericht. - Screenshot Instagram / Singaporeincidents

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein junger Franzose steht in Singapur wegen einem abgeschleckten Röhrli vor Gericht.
    • Er soll die Tat gefilmt und auf Instagram veröffentlicht haben.
    • Wegen Ordnungsstörung und Sachbeschädigung drohen Haft und hohe Busse.

    Ein 18-jähriger Student aus Frankreich muss sich in Singapur vor Gericht verantworten. Grund: Didier Gaspard Owen Maximilien soll in einem Einkaufszentrum einen Trinkhalm aus einem Saftautomaten abgeleckt und wieder zurückgesteckt haben.

    Wegen Störung der öffentlichen Ordnung drohen ihm nun bis zu drei Monate Haft und eine Geldstrafe. Wegen Sachbeschädigung könnte er zusätzlich mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden.

    Ausserdem muss er mit einer Geldstrafe in Höhe von mehreren Tausend Singapur-Dollar rechnen (1000 Singapur-Dollar entsprechen etwa 619 Schweizer Franken).

    Instagram-Video belastet den Beschuldigten schwer

    Laut Gerichtsdokumenten soll Maximilien die Tat am 12. März gefilmt und auf Instagram veröffentlicht haben. Er soll gewusst haben, dass das Video der Öffentlichkeit Unbehagen bereiten könnte.

    Eine zweite Anklage betrifft den Schaden für iJooz, den Betreiber des Automaten. Laut dem Nachrichtensender «Channel News Asia» musste die Firma nach dem Vorfall alle 500 verbliebenen Röhrli in dem Gerät ersetzen.

    Eine Haftstrafe fürs Röhrli-Ablecken ...

    Zusätzlich habe iJooz weitere Reinigungs- und Kontrollmassnahmen eingeleitet.

    Auch die Hochschule prüft den Fall

    Der Beschuldigte besucht nach Angaben des Senders den Singapur-Campus der ESSEC Business School. Ein Sprecher der Hochschule sagte demnach, man kenne den Fall und habe interne Untersuchungen begonnen.

    Die Anwälte des Studenten erklärten laut dem Newsportal, seine Eltern seien nach Singapur gereist. Ein Vertreter der Hochschule soll für die Kaution bürgen.

    Die Anklage wurde am vergangenen Freitag vor einem Bezirksgericht erhoben. Die nächste Anhörung ist für den 22. Mai angesetzt.

    Kommentare

    User #4075 (nicht angemeldet)

    Eltern mit viel Geld ist sein Glück. Vllt. würde ihm die Gefängnisstrafe gut tun.

    User #8627 (nicht angemeldet)

    Singapur wird sich von diesem "Studenten" sicher kurzfristig verabschieden. Solche Gestalten benötigen die dort nicht. Dann können die Erzeuger dieses Überfliegers ihm das weitere "Studium" in Frankreich bezahlen!

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