Airbus A350 erhält neue Kabinen von Singapore Airlines
Singapore Airlines investiert Milliarden in neue Kabinen. Auch der Airbus A350 erhält neue Sitze und mehr Privatsphäre.

Singapore Airlines erneuert ihre Langstreckenkabinen und investiert dafür mehr als zwei Milliarden Singapur-Dollar und will das Reiseerlebnis für Passagiere verbessern. Auch der Airbus A350 erhält neue Sitze; die schrittweise Einführung beginnt nach Angaben der Fluggesellschaft in der zweiten Jahreshälfte 2027.
Das Programm umfasst First Class, Business Class, Premium Economy und Economy und soll das Reiseerlebnis auf internationalen Langstrecken persönlicher gestalten. «aboutTravel» beziffert die Investition auf rund 1,2 Milliarden Schweizer Franken und nennt sie insgesamt einen zentralen Bestandteil des verbesserten Reiseerlebnisses.
Die Entwicklung stützte sich auf Befragungen, Interviews und Tests mit weltweit mehr als 5000 Teilnehmenden aus unterschiedlichen Kundengruppen und Märkten. Untersucht wurde, wie Reisende an Bord arbeiten, essen, entspannen und schlafen möchten, damit die Kabinen künftig besser ihren Bedürfnissen entsprechen.
Airbus A350 erhält neue Kabinen in mehreren Varianten
41 umgerüstete Langstreckenflugzeuge des Typs Airbus A350 erhalten neue Business-Class-Sitze und damit eine modernisierte Kabinenausstattung für internationale Passagiere auf Fernreisen. Sieben A350-900 ULR bekommen zusätzlich erstmals eine First Class mit jeweils vier Suiten und direktem Zugang zum Kabinengang für Langstreckenflüge.

Auch die bestellte Boeing 777-9 soll mit allen vier Kabinenklassen ausgestattet werden und erhält damit das neue Kabinenangebot der Flotte. Die Sitze unterscheiden sich je nach Flugzeugtyp und Kabinenklasse in Anordnung, Ausstattung und verfügbarem Platz für die Reisenden an Bord.
«PointsMag» beschreibt First-Class-Suiten mit Schiebetüren, grossen Bildschirmen und einer Verbindungsmöglichkeit zwischen zwei mittleren Suiten, die gemeinsam reisende Paare nutzen können. In der Business Class erhält jeder Sitz eine Tür; die Liegefläche wird elektrisch ausgefahren und bietet Privatsphäre während des Fluges.
Business Class verabschiedet sich vom bisherigen Klappsitz
Bisher mussten Reisende die Rückenlehne zum Liegen nach vorne klappen und den Sitz manuell vorbereiten, was den Schlafkomfort deutlich einschränkte. Künftig genügt ein Knopfdruck, um den Business-Class-Sitz in eine vollständig flache Liegefläche umzuwandeln und den Schlafkomfort an Bord zu verbessern.

Entwickelt wurde der Business-Class-Sitz von Designworks, produziert wird er vom deutschen Hersteller Recaro Aircraft Seating, der 3500 Sitze liefern soll. «aeroTELEGRAPH» berichtet zudem von veränderten Kundengewohnheiten: Zunehmend buchen jüngere, wohlhabende Paare Business-Class-Reisen für Ferien und Familienbesuche auf internationalen Langstrecken auch.
Für viele andere Reisende bleibt die Premium Economy ein Kompromiss zwischen zusätzlichem Komfort und dem Ticketpreis auf längeren internationalen Flugstrecken. Die neuen Sitze für diese Klasse kommen zunächst ausschliesslich in der Boeing 777-9 zum Einsatz, nicht in den umgerüsteten A350.
Mehr Privatsphäre und digitale Angebote an Bord
Die Airline reagiert damit auf unterschiedliche Ansprüche und eine wachsende Nachfrage nach individuelleren Reiseerlebnissen bei Urlaubs- und Familienreisen im Ausland. In den umgerüsteten Airbus-A350-Flugzeugen bleiben die bisherigen Sitze der Premium Economy vorerst bestehen; spätere Änderungen sind jedoch grundsätzlich nicht ausgeschlossen.
«PointsMag» zufolge erhält das Unterhaltungssystem 4K-Bildschirme und mehr als 2500 Titel aus verschiedenen Medienangeboten für die Passagiere künftig an Bord. Starlink-WLAN soll auf ausgewählten Airbus A350- und A380-Flügen verfügbar werden; für die Boeing 777-9 ist es noch nicht offiziell vorgesehen.
Auch das gastronomische Angebot wird erweitert: Sechs Gastköche entwickelten mehr als 100 neue oder überarbeitete Gerichte für die verschiedenen Kabinenklassen. Singapore Airlines will günstige Prämienflüge auf den neuen Sitzen erhalten; alle 41 A350-Umbauten sollen voraussichtlich bis Ende 2030 abgeschlossen sein.
















