Frankreich rüstet sich für G7 in Évian ohne bewilligte Proteste

Keystone-SDA
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Genève,

Mit Blick auf den G7-Gipfel Mitte Juni im französischen Évian wächst in Genf die Nervosität. Während auf Schweizer Seite über mögliche Proteste spekuliert wird, betonen die Behörden in der Haute-Savoie, bislang keine Demonstrationen bewilligt zu haben.

Evian g7 gipfel
In Evian findet vom 15. bis 17. Juni der G7-Gipfel statt. - keystone

Ein Schreiben der Genfer Staatsrätin Carole-Anne Kast (SP) zur möglichen Organisation eines Gegengipfels auf französischem Gebiet sei am Montagnachmittag eingetroffen, bestätigte die Kommunikationsverantwortliche der Präfektur am Dienstag. Derzeit sei eine solche Veranstaltung auf französischer Seite jedoch nicht vorgesehen.

An einer Medienkonferenz in Annecy informierte die Präfektur zudem über die Massnahmen, die zwischen dem 11. und 17. Juni gelten sollen. Eine rote Zone rund um die unmittelbaren Veranstaltungsorte des G7 wird strikt den Staats- und Regierungschefs sowie ihren Delegationen vorbehalten sein.

Eine blaue Zone wird ein grösseres Gebiet über die drei Austragungsgemeinden Évian-les-Bains, Neuvecelle und Publier umfassen. Der Zugang zu diesem Bereich wird an mehreren Kontrollpunkten überwacht, an denen Sicherheitskräfte Kontrollen durchführen.

Die Bewegungsfreiheit bleibt grundsätzlich gewährleistet, allerdings nur gegen Vorlage eines G7-Passes. Dieser Pass, der in Form eines QR-Codes ausgestellt wird, ermöglicht Anwohnern, Hotelgästen sowie Akteuren des wirtschaftlichen und sozialen Lebens den Zugang zur Zone. Das System orientiert sich an bewährten Sicherheitskonzepten früherer Grossveranstaltungen wie den Olympischen Spielen in Paris 2024.

Die Schiffsanlegestelle in Évian-les-Bains wird während des Gipfels geschlossen. Die Verbindungen der CGN-Linie N1 «Évian–Lausanne» werden in dieser Zeit nach Thonon-les-Bains und Lugrin verlegt, wo eigens für den G7 ein provisorischer Anleger eingerichtet wurde.

Für den Verkehr werden Ausweichrouten empfohlen, insbesondere für Personen, die nicht in die blaue Zone müssen. Zudem raten die Behörden, nicht notwendige Fahrten während der Dauer des Gipfels möglichst zu verschieben.

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