Ebola

    Ebola im Kongo bedroht die gesamte Region

    Die WHO hat wegen eines Ebola-Ausbruchs im Kongo eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen. Zehn Nachbarländer gelten als gefährdet.

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    Ebola im Kongo: Derzeit stehen in 59 Ebola-Behandlungseinrichtungen knapp 1'400 Betten zur Verfügung. (Symbolbild) - keystone

    Die Weltgesundheitsorganisation hat wegen eines tödlichen Ebola-Ausbruchs im Kongo eine internationale Gesundheitsnotlage erklärt, wie das «Handelsblatt» berichtet. Betroffen ist hauptsächlich die Provinz Ituri im Nordosten des Landes.

    Ausgelöst wird der Ausbruch durch die seltene Bundibugyo-Variante des Virus. Für dieses gibt es weder Impfstoff noch zugelassene Therapie, berichtet das «SRF».

    Grenzen bei drohendem Ebola-Ausbruch sperren?

    Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC zählt laut dem «Handelsblatt» inzwischen 336 Verdachtsfälle und 88 Todesfälle.

    Ebola in Kongo: Ausbreitung bereits über Landesgrenzen

    Das Virus hat die Grenzen des Kongo bereits überschritten, wie das «Handelsblatt» schreibt. Ein infizierter Mann reiste mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Uganda und starb dort in der Hauptstadt Kampala.

    Die Leiche wurde anschliessend ebenfalls mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück in den Kongo transportiert und dort beerdigt. Die WHO warnte daher alle zehn Nachbarländer des Kongo vor einer erheblichen Ausbreitungsgefahr.

    WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte laut «T-Online», der Ausbruch erfülle zwar nicht die Kriterien für einen Pandemie-Notfall. Doch die Nachbarländer trügen ein hohes Risiko der weiteren Ausbreitung.

    Grosseinsatz von Ärzte ohne Grenzen

    Die Organisation Ärzte ohne Grenzen bereitet einen Grosseinsatz vor und mobilisiert Einsatzteams sowie lebenswichtige Hilfsgüter, berichtet das «SRF».

    Der Zugang zur medizinischen Versorgung in der Krisenregion ist nach Angaben der Organisation schwierig.

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    Der Ausbruch im Kongo wird durch die seltene Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus ausgelöst – dagegen gibt es weder Impfstoff noch zugelassene Therapie. (Archivbild) - keystone

    Trish Newport, Leiterin des Nothilfeprogramms von Ärzte ohne Grenzen, erklärte laut dem «Handelsblatt»: «Die Zahl der Fälle und Todesfälle, die wir in so kurzer Zeit beobachten, ist äusserst besorgniserregend.»

    Bundibugyo-Variante weniger tödlich als Zaire-Stamm

    Die Bundibugyo-Variante weist laut dem US-Gesundheitsinstitut NIH eine Sterblichkeitsrate von rund 37 Prozent auf, wie das «Handelsblatt» berichtet. Beim gefürchteten Zaire-Stamm liege diese bei bis zu 90 Prozent.

    Es handelt sich um den bereits 17. Ebola-Ausbruch im Kongo seit 1976. Die Bundibugyo-Variante trat zuvor nur zweimal auf: 2007 in Uganda und 2012 im Kongo.

    Ebola ist eine hoch ansteckende und oft tödliche Viruserkrankung, die durch direkten Kontakt mit Infizierten oder deren Körperflüssigkeiten übertragen wird. Beim Ausbruch der Zaire-Variante 2014–2015 in Westafrika starben über 11'000 Menschen.

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    Kommentare

    User #5932 (nicht angemeldet)

    Hm... Es brechen immer wieder Viren irgendwo aus. Corona, dann irgendwas auf einem Schiff, jetzt wieder Ebola aber eine Variante bei dem es keinen Impfstoff gibt. Die Schwurbler werden somit wieder viel Zündstoff gegen den Staat haben :D

    User #4301 (nicht angemeldet)

    ok ok, wir verstehen es. Mit Hanta kam keine Panik auf, die Menschen haben darüber gelacht. Bei Ebola lachen die Menschen weniger, also versuchen sie es jetzt über diese Schiene.

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