Mehr als 200 Tote nach Erdrutsch in Coltan-Mine im Ostkongo

    Nach schweren Regenfällen ist es in einer Coltanmine in der ostkongolesischen Provinz Nord-Kivu zu einem Erdrutsch gekommen, bei dem mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen sind. Seit dem Einsturz der Mine am Mittwoch seien 227 Tote und mehr als 30 Verletzte geborgen worden, sagte der Sprecher der Provinzbehörden. Unter den Toten seien Bergarbeiter, Markthändlerinnen und Kinder.

    ARCHIV - Bergleute arbeiten im Coltan-Steinbruch D4 Gakombe in Rubaya, Kongo, am 9. Mai 2025.  Nach schweren Regenfällen ist es in einer Coltanmine zu einem Erdrutsch gekommen, bei dem...
    ARCHIV - Bergleute arbeiten im Coltan-Steinbruch D4 Gakombe in Rubaya, Kongo, am 9. Mai 2025. Nach schweren Regenfällen ist es in einer Coltanmine zu einem Erdrutsch gekommen, bei dem... - Keystone/AP/Moses Sawasawa

    Bei der betroffenen Mine handelt es sich um die Coltanmine Rubaya, die Schätzungen zufolge 15 Prozent des weltweit geförderten Coltans enthält. Das metallische Erz wird für die Produktion der Chips von Mobiltelefonen und Laptops sowie für die Batterien von Elektroautos benötigt.

    Die Arbeitsbedingungen in vielen Minen des rohstoffreichen Landes gelten als prekär – Sicherheitstechnik ist häufig nicht vorhanden, in zahlreichen Minen gibt es auch Kinderarbeit.

    Die reichen Rohstoffe des Ostkongo – neben Coltan auch Gold und Zinn – befeuern den seit mehr als 30 Jahren andauernden Konflikt in der Region, in der mehr als 100 bewaffnete Milizen aktiv sind. Seit Anfang 2024 wird die Mine in Rubaya von der Miliz M23 kontrolliert, die vor einem Jahr auch die Provinzhauptstadt Goma einnahm und grosse Teile des Ostkongos kontrolliert.

    Kommentare

    User #1818 (nicht angemeldet)

    Wer bezahlt die Milizen? Ratet mal!

    User #2764 (nicht angemeldet)

    Ist wie Krieg, der Gegner ist einfach die Natur. Es will diese Schätze noch nicht hergeben.

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