43 Tote bei Angriff durch IS-nahe Miliz im Ostkongo
Bei einem bewaffneten Angriff im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind nach Militärangaben 43 Menschen getötet worden. Das Militär beschuldigte die mit der Terrormiliz IS verbundene islamistische Gruppe ADF, Zivilisten im Gebiet Mambasa in der Provinz Ituri angegriffen zu haben.

Ein Sprecher des Gebiets Mambasa sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass Angreifer mit Macheten und Messern mindestens 32 Menschen getötet und Häuser und Fahrzeuge angezündet hätten. Unter den Opfern seien Dorfbewohner sowie Arbeiter eines örtlichen Bergbauunternehmens. Der Angriff erfolgte demnach zwischen Mittwoch und Donnerstag.
Die Miliz ADF stammt ursprünglich aus dem ostafrikanischen Uganda und wollte dort einen islamischen Staat errichten. Nach einer militärischen Niederlage flohen die Kämpfer in die Wälder des Nachbarlands Kongo, wo sie seit fast 30 Jahren immer wieder Angriffe auf christliche Dörfer oder Kirchen verüben.
Im rohstoffreichen Osten der Demokratischen Republik Kongo herrscht seit Jahren Gewalt. Mehr als hundert Milizen kämpfen dort um Kontrolle über Rohstoffvorkommen wie Coltan, Kupfer und Kobalt. Besonders bekannt ist die Miliz M23, die grosse Teile der benachbarten Provinzen Nord- und Süd-Kivu in ihre Gewalt gebracht hat.










