Diese Schockwellen hat der Iran-Krieg weltweit ausgelöst
Der Iran-Krieg läuft mittlerweile seit rund drei Wochen. Auswirkungen hat er aber nicht nur auf die Region, sondern in vielerlei Hinsicht auf die ganze Welt.

Das Wichtigste in Kürze
- Seit Ende Februar hält der Iran-Krieg die Welt in Atem.
- Betroffen ist dabei nicht nur die Region. Die Auswirkungen sind global zu spüren.
- Der Krieg wirkt sich auf wirtschaftlicher Ebene auch auf die Schweiz aus.
Die USA und Israel starteten am 28. Februar ihren Angriff auf den Iran.
Strategisch wichtige Infrastruktur des Mullah-Regimes wurde beschossen. Zudem starb Religions- und Regimeführer Ajatollah Ali Chamenei bei einem gezielten Luftschlag.
Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel. Und nahm auch US-Infrastruktur in Ländern der Region ins Visier.
Betroffen sind aber seit dem Irak und die Golfstaaten. Einige Angriffe trafen jedoch auch EU-Land Zypern, Aserbaidschan und die Türkei.
Doch nicht nur die gegenseitigen Angriffe sorgen weltweit für Unruhe. Der Iran-Krieg führt in vielerlei Hinsicht zu Chaos – selbst in der Schweiz.
Geschlossene Lufträume: Reisende sassen fest
Eine schnelle Auswirkung der Krise in Nahost zeigte sich bereits kurz nach Ausbruch des Krieges. Die Golfstaaten, wichtige Drehscheiben des internationalen Reiseverkehrs, schlossen ihre Lufträume.
Die Folge: Reisende in der Region sassen über Tage hinweg fest, während über ihnen die Drohnen und Luftabwehrraketen durch die Luft sausten.
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Betroffen waren aber auch Menschen, die im asiatischen Raum Ferien machten. Und eine Rückreise via die Golfstaaten geplant hatten.
Auch sie strandeten, so beispielsweise auch Ex-Bachelorette Frieda Hodel, die 24 Tage auf den Malediven festsass.
Touristen stornieren Schweiz-Ferien
Der Tourismus in der Schweiz selbst ist ebenfalls vom Flug-Chaos und den Unsicherheiten in Nahost betroffen.
Denn: Touristinnen und Touristen aus Asien und Nahost stornieren wegen der unsicheren Weltlage ihre Reisen in die Schweiz.
Das sorgt in der Branche für Unruhe. Und dafür, dass im Kanton Zürich bereits erste Unternehmen beim Amt für Arbeit eine Voranmeldung für Kurzarbeit deponiert haben.
Ölpreis schiesst in die Höhe
Eine weitere Auswirkung der Krise im Nahen Osten ist der explodierende Ölpreis. Grund dafür sind die Angriffe Israels und Irans auf Energieanlagen in der Region.
Diese treiben die Preise massiv in die Höhe. Zudem blockiert das iranische Regime derzeit die für den Güterverkehr auf dem Wasser so wichtige Strasse von Hormus. Auch dies liess den Ölpreis weiter nach oben schnellen.

Zu spüren bekommt man dies auch in der Schweiz. Am Mittwoch gab der TCS bekannt: Erstmals seit Ausbruch des Kriegs kostet der Liter Diesel in der Schweiz im Schnitt mehr als zwei Franken.
Besonders betroffen ist von der Verteuerung des Öls jedoch Asien. In Sri Lanka wurde extra für jeden Mittwoch ein Feiertag eingeführt, um Treibstoff zu sparen. Und in Indien verkleinern Restaurants ihre Menükarten. So wollen sie beim Kochen Gas sparen.
Iran droht dem Westen mit «Rache» – Experten besorgt
Nebst wirtschaftlichen Problemen bringt der Iran-Krieg aber auch Sicherheitsbedenken mit sich. Denn das iranische Regime ruft wegen der Angriffen auf das Land weltweit zur «Rache» auf.
Konkret äusserte sich ein hochrangiger iranischer Geistlicher nach der Tötung von Ali Chamenei so: «Rache ist die religiöse Pflicht aller Muslime auf der Welt, damit das Böse dieser Verbrecher von der Erde getilgt wird.»

Vor dieser Rache warnte ein deutscher Terror-Experte. Und erklärte: «Vergeltungsmassnahmen, auch durch iranische Schläferzellen in Europa, sind nicht auszuschliessen.»
Denn: «Das iranische Regime hat in der Vergangenheit wiederholt gezeigt, dass es seinen Terror auch ausserhalb der eigenen Grenzen austrägt.»
Putin als Gewinner im Iran-Krieg?
Lachender Dritter ist derweil in vielerlei Hinsicht Kreml-Herrscher Wladimir Putin.
Er finanziert seinen Krieg gegen die Ukraine vor allem mit Öl. Und kann nun als Energielieferant auftrumpfen.

Davor warnte auch die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas: «Wenn der Ölpreis steigt, nützt das Russland bei der Finanzierung seines Krieges.»
Zudem hat sich die Aufmerksamkeit von der Ukraine zu Iran verschoben. Was am östlichen Ende Europas aktuell geschieht, ist mehr in den Hintergrund gerückt.
















