Iran und Trump weisen gegenseitige Friedenspläne zurück

Simon Binz
Simon Binz, Keystone-SDA

Iran,

Trump nennt Irans Antwort «völlig inakzeptabel» – Teheran fordert Reparationen und volle Souveränität über die Strasse von Hormus. Im Iran-Krieg droht eine neue

Donald Trump Iran USA
Donald Trump weist den Vorschlag des Iran ab und nannte den Friedensplan «völlig inakzeptabel». - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump weist Irans Antwort auf den US-Friedensvorschlag als «völlig inakzeptabel» zurück.
  • Iran fordert Reparationszahlungen, Sanktionsaufhebung & Kontrolle über die Hormus-Strasse.
  • Trump & Netanjahu verlangen weiterhin die Herausgabe des angereicherten iranischen Urans.

Im Iran-Krieg ist weiter kein Durchbruch in Sicht. Donald Trump (79) bezeichnet die jüngste Antwort des Irans auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als «völlig inakzeptabel». Bereits Stunden zuvor hatte Trump Teheran erneut gedroht: «Die werden nicht mehr lange lachen!»

Auf der anderen Seite zeigt man sich in Teheran unbeeindruckt. Die regierungsnahe Nachrichtenagentur Tasnim zitiert eine informierte Quelle, wonach Trumps Reaktion «keinerlei Bedeutung» habe. Niemand im Iran verfasse Vorschläge, um Trump zu gefallen.

Wer blockiert die Friedensverhandlungen im Iran-Krieg?

Iranische Staatsmedien werteten den US-Vorschlag gar als Aufforderung zur Kapitulation. Eine Annahme hätte die Unterwerfung unter Trumps «überzogene Forderungen» bedeutet, kommentierte der Sender Press TV.

In der iranischen Antwort an den Vermittler Pakistan fordert Teheran nun ein Ende der Kampfhandlungen an allen Fronten, insbesondere im Libanon, sowie Sicherheitsgarantien für die Schifffahrt. Hinzu kommen weitreichende Forderungen. Keine Rolle spielt in der Antwort der Streit ums iranische Atomprogramm.

Im Nau.ch-Ticker erfährst du alles rund um den Iran-Krieg.

Ölpreise steigen kräftig

04.54: Die gescheiterten Friedensbemühungen zwischen den USA und dem Iran haben die Ölpreise am Montag kräftig steigen lassen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 3,14 Prozent auf 104,47 Dollar je Barrel, während US-Leichtöl der Sorte WTI um 3,24 Prozent auf 98,51 Dollar zulegte.

Iran weist Trump-Plan zurück – Reparationszahlungen gefordert

02.25: Der US-Vorschlag für ein Ende des Kriegs in Nahost ist von iranischen Staatsmedien wie eine Aufforderung zur Kapitulation Teherans aufgenommen worden.

Eine Annahme hätte die Unterwerfung der Islamischen Republik unter die «überzogenen Forderungen» von Trump bedeutet, kommentierte unter anderem der regierungstreue Sender Press TV.

Dagegen betone der vom Iran vorgelegte Plan ein Ende des Kriegs an allen Fronten sowie die Notwendigkeit, dass die USA Kriegsreparationen zahlen müssten. Der US-Plan sei von der Führung in Teheran zurückgewiesen worden.

iran USA
Ein Kleriker (Mullahs) steht im Iran auf der Strasse, um seine Unterstützung für die Regierung zu zeigen. - Keystone

Trump hatte die iranische Antwort auf das jüngste Angebot der US-Regierung als «völlig inakzeptabel» bezeichnet. Dem Nachrichtenportal «Axios» sagte er, er werde Irans unangemessene Replik zurückweisen. «Ich mag ihre Antwort nicht», sagte Trump, ohne auf den Inhalt des Briefes einzugehen.

Er liess offen, ob er die Verhandlungen fortsetzen will.

Kommentare

User #1446 (nicht angemeldet)

Diktatoren die Frauen Unterjochen und „Ungläubige“ mit Tributen ausrauben sind nicht besser als Geldgierige und Großmacht Träumer. Trotzdem ist es kein Grund ein Land zu überfallen um Ihnen Geldgier Kompromisse aufzudrücken, zumindest Solange die nicht auch über andere herfallen. Sie zu zwingen nicht über andere Länder mit eigenen Glauben herzufallen reicht schon.

User #1690 (nicht angemeldet)

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