Krieg

Diese Unternehmen machen Milliarden dank Iran-Krieg

Etienne Sticher
Etienne Sticher

USA,

Die Rüstungsindustrie, die Öl-Konzerne und Grossbanken profitieren vom Iran-Krieg. Auch die Nachfrage nach Solarpanels steigt stark an.

hormus iran
Die Blockade der Strasse von Hormus sorgt für steigende Preise, Unsicherheiten und teils rekordhohe Profite. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Während der Iran-Krieg für höhere Kosten für Haushalte sorgt, profitieren einige Firmen.
  • Öl-Konzerne schlagen aus den grossen Preisschwankungen Profit.
  • Auch der Sektor der erneuerbaren Energieträger erlebt eine gesteigerte Nachfrage.

Der Krieg zwischen dem Iran und Israel sowie den USA schlägt den Haushalten aufs Portemonnaie. Die Preise für Öl sind wegen der Blockade der Strasse von Hormus gestiegen.

Und auch sonst wird vieles teurer. Doch es gibt zahlreiche Firmen, die ihre Gewinne dank des Kriegs steigern konnten.

Grosse Profiteure sind, wie die «BBC» berichtet, die Öl- und Gas-Firmen, vor allem jene mit einer Handelssparte. Sie machen aus den starken Schwankungen der Preise viel Geld.

BP beispielsweise vermeldete für das erste Quartal 2026 einen Gewinn von 3,2 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Verdopplung im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Konzern schreibt dann auch von einem «aussergewöhnlichen» Abschneiden der Handelssparte.

Auch Shell und TotalEnergies konnten ihre Gewinne auf 6,9 respektive 5,4 Milliarden Dollar steigern. Gründe dafür sind die Schwankungen auf den Energiemärkten.

Anders sieht es bei den US-Öl-Konzernen aus: Chevron und ExxonMobil vermeldeten gesunkene Gewinne wegen der geopolitischen Lage. Beide erwarten aber während des laufenden Jahres höhere Gewinne.

JP Morgan mit zweithöchstem Quartalsgewinn

Eine weitere Branche, die vom Krieg profitiert, ist die Bankenbranche. Vor allem Grossbanken können Kapital daraus schlagen.

Denn angesichts der Unsicherheit stieg das Handelsvolumen an den Börsen: Viele Anleger verkauften ihre riskanteren Anlagen und investierten in sicherere, während Spekulanten jene risikobehafteten Aktien kauften.

Davon profitierten die Handelsabteilungen der Grossbanken. Die «Big Six», bestehend aus Bank of America, Morgan Stanley, Citigroup, Goldman Sachs, Wells Fargo und JP Morgan meldeten gestiegene Gewinne.

Insgesamt erwirtschafteten sie einen Profit von 47,7 Milliarden Dollar. JP Morgen vermeldet mit 11,6 Milliarden Dollar gar den zweithöchsten Quartalsgewinn in seiner Geschichte.

Spürst du den Iran-Krieg im Portemonnaie?

Der Krieg hat vielen Ländern aufgezeigt, dass sie in ihrer Verteidigung Lücken haben. Deshalb wurden hohe Investitionen in Luft- und Drohnenabwehr sowie weitere Rüstungsgüter beschlossen. Der grosse Profiteur: die Rüstungsindustrie.

Die drei grössten Rüstungsunternehmen, Lockheed Martin, Boeing und Northrop Grumman, verzeichnen einen Rekordauftragsbestand im ersten Quartal. Denn viele Länder müssen nicht nur aufrüsten, sondern auch die Bestände wieder auffüllen.

Hohe Nachfrage nach Solarpanels

Weil Öl deutlich teurer wurde, erleben auch die erneuerbaren Energieträger einen Boom. Selbst in den USA, wo Trump «Drill, Baby, Drill» propagiert, steige die Nachfrage, sagt Susannah Streeter, Anlagestrategin beim «Wealth Club».

Der Krieg habe das Interesse an erneuerbaren Energieträgern enorm gesteigert. Denn Solar-, Wind- und Wasserkraft würden als stabiler und widerstandsfähiger betrachtet.

Das britische Unternehmen Octopus Energy berichtet der «BBC» von einer enormen Nachfrage nach Solarpanels und Wärmepumpen. Der Verkauf von Solarpanels sei seit Ende Februar um 50 Prozent angestiegen.

Kommentare

User #2056 (nicht angemeldet)

Die Bank gewinnt immer !

User #1054 (nicht angemeldet)

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