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    Sturm aufs Kapitol: Bislang höchste Strafe für Beteiligten

    Keystone-SDA
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    USA,

    Guy Reffitt war dabei beim Sturm aufs Kapitol. Jetzt wurde er zu sieben Jahren Haft verurteilt. Er griff Polizisten an und bedrohte sogar seine eigenen Kinder.

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    Sturm auf das Kapitol im Januar 2021. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Kapitol-Stürmer wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt – die bislang längste Strafe.
    • Guy Reffitt war bewaffnet und griff Polizisten an.
    • Er bedrohte sogar seine eigenen Kinder, damit diese nicht mit der Polizei kooperierten.

    Wegen der Erstürmung des US-Kapitols ist ein Mitglied einer rechtsextremen Miliz zu mehr als sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Dies ist die bislang höchste Freiheitsstrafe bei der Aufarbeitung des 6. Januar 2021.

    Bundesrichterin Dabney Friedrich verhängte am Montag in Washington eine 87-monatige Haftstrafe gegen Guy Reffitt von der Miliz Three Percenters. Der 49-Jährige war bereits im März schuldig gesprochen worden. Er habe eine Schusswaffe nach Washington mitgebracht, Polizisten angegriffen und einen offiziellen Vorgang behindert.

    Kapitol sturm
    Guy Reffitt (l.) muss wegen dem Sturm aufs Kapitol für über sieben Jahre ins Gefängnis. - Keystone

    Er wurde auch verurteilt, weil er seinen Sohn und seine Tochter bedroht und davor gewarnt hatte, zur Polizei zu gehen. «Verräter werden erschossen», sagte er zu seinem 18-jährigen Sohn. Dieser sagte trotzdem bei der US-Bundespolizei FBI und dann vor Gericht gegen seinen Vater aus.

    Anklage: «Speerspitze des Mobs»

    Reffitt war der erste Angeklagte, dem wegen der Gewalt vom 6. Januar 2021 der Prozess gemacht worden war. Videos zeigen, wie der Ölarbeiter aus dem Bundesstaat Texas sich auf den Stufen vor dem Kapitol Auseinandersetzungen mit Polizisten lieferte. Ausserdem spornte er andere Angreifer an.

    Die Anklage hatte ihn während des Prozesses als «Speerspitze dieses Mobs» bezeichnet. «Er hat das Streichholz angezündet, das das Feuer entfacht hat.»

    Sturm aufs Kapitol: Bidens Sieg sollte verhindert werden

    Radikale Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump hatten das Kapitol gestürmt. Dies, als dort der Sieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl vom November 2020 endgültig bestätigt werden sollte. Die Kapitol-Erstürmung mit fünf Toten und rund 140 verletzten Polizisten sorgte weltweit für Entsetzen.

    kapitol trump
    Am 6. Januar 2021 stürmten Trumps Anhänger das US-Kapitol. - keystone

    In der Folge wurden mehr als 850 Angreifer festgenommen, rund 330 haben Schuldbekenntnisse abgelegt. Gerichte haben bereits eine Reihe von Freiheitsstrafen verhängt.

    Mit der Aufarbeitung der Kapitol-Erstürmung befasst sich nicht nur die US-Justiz, sondern auch ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss. Das Gremium hielt in den vergangenen Wochen eine Reihe von öffentlichen Sitzungen ab. Dabei wurden Trump und sein Umfeld schwer belastet. Die Abgeordneten werfen Trump vor, zu der Gewalt angestachelt und dem Treiben seiner Anhänger dann keinen Einhalt geboten zu haben.

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