Eltern wollen Baby nicht mehr – Leihmutter rettet es
Weil das ungeborene Kind einen Herzfehler hat, fordern Eltern die Leihmutter zur Abtreibung auf. Ein Gericht aber erlaubt die Geburt.

Das Wichtigste in Kürze
- Eltern in den USA fordern, dass die Leihmutter das herzkranke Kind abtreibt.
- Sie aber weigert sich und zieht vor Gericht.
- Sie darf das Kind nun zur Welt bringen, viele Fragen sind aber noch offen.
Die Eltern wollen das noch ungeborene Kind der Leihmutter wegen eines Herzfehlers nicht und fordern die Abtreibung. Die Leihmutter wehrt sich dagegen und erzielt vor Gericht einen Sieg. Doch viele Fragen sind noch offen.
McKenna West, eine Krankenschwester aus Alaska, trägt für ein Ehepaar aus Kalifornien ein Baby aus. In der 20. Schwangerschaftswoche wurde ein hypoplastisches Linksherzsyndrom festgestellt, die linke Herzhälfte des Babys ist unterentwickelt. Über den Fall berichten zahlreiche US-Medien.
Drei Operationen nach der Geburt können dem Baby das Leben retten. Sein Überleben aber ist nicht gesichert.
Die Eltern aus Kalifornien wollen das Risiko nicht eingehen und fordern West auf, für eine Abtreibung nach Seattle zu reisen. Der Leihmutterschaftsvertrag erlaubt einen Schwangerschaftsabbruch bei einer «Anomalie».
Doch die Leihmutter wehrt sich gegen den Schwangerschaftsabbruch in der 24. Woche. «Wie hätte ich mit mir selbst leben können, wenn ich das mitgemacht hätte?», sagt sie gegenüber der «New York Post».
Eltern drohen mit 250’000-Dollar-Klage
Deshalb reiste West nicht nach Seattle. Stattdessen bot sie an, das Kind zu gebären und das Sorgerecht zu übernehmen.
Die Eltern würde sie von den finanziellen Verpflichtungen entbinden. Doch diese waren damit nicht einverstanden und drohten, West auf 250’000 Dollar zu verklagen.
Deshalb reiste West nach Texas und klagte selbst. Ein Gericht erliess eine einstweilige Verfügung: Dem Kind darf die notwendige Versorgung nach der Geburt nicht verweigert werden. McKenna West darf das Baby also gebären.
Wie es danach weitergeht, ist unklar. Die Sorgerechtsfrage ist ungeklärt. Zudem ist nicht sicher, ob das Baby überhaupt überleben wird.















