Schmuggelballons aus Belarus – Litauen geht gegen Hintermänner vor
Bei einer grossangelegten Operation sind die Behörden in Litauen gegen kriminelle Gruppen vorgegangen, die Schmuggelware aus dem benachbarten Belarus mit Wetterballons in den Baltenstaat einfliegen. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in Vilnius wurden 28 Verdächtige identifiziert. Darunter seien auch fünf Personen, die mutmasslich den illegalen Transport auf dem Luftweg zusammen mit belarussischen Schmugglern organisiert haben sollen. Der illegale Transport hatte wiederholt zu Luftraumverletzungen und Störungen des Flugverkehrs geführt.

Bei mehr als 20 Durchsuchungen in der Hauptstadt Vilnius und einer grenznahen Region seien Kommunikationsmittel, GPS-Sender, Fahrzeuge und andere Gegenstände im Wert von 1,2 Millionen Euro sichergestellt worden. Die Verdächtigen seien festgenommen worden und befänden sich nun in Untersuchungshaft.
Ende des vergangenen Jahres waren vermehrt Wetterballons aus Belarus in den Luftraum über Litauen eingeflogen. Die Ballons werden üblicherweise von Schmugglern eingesetzt, um Zigaretten aus Belarus illegal über die Grenze zu schicken. Der Flughafen in der Hauptstadt Vilnius musste mehrfach geschlossen werden. Seit Dezember gilt in dem baltischen EU- und Nato-Land deshalb der Ausnahmezustand. Die Sonderregelung ermöglicht es den Behörden und der Armee, schneller auf die Luftraumverletzungen durch Ballons reagieren zu können. Auch wurden die Strafen gegen Schmuggler verschärft.










