Gericht

Genfer Gericht bestätigt Ausschluss französischer Schüler

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Genève,

Das Genfer Verfassungsgericht gibt dem Kanton im Fall des Ausschlusses von Grenzgänger-Schülerinnen und -Schülern recht. Sie hat zwölf Beschwerden von in Frankreich wohnhaften Schülerinnen und Schülern abgewiesen, die im Kanton zur Schule gehen wollten.

Genf
Das Genfer Verfassungsgericht hat den Ausschluss französischer Schüler bestätigt. - pexels

Im Juni hatte der Genfer Staatsrat beschlossen, den Besuch der öffentlichen Schulen vom Primarbereich bis zur Sekundarstufe II auf Kinder und Jugendliche mit Wohnsitz im Kanton zu beschränken. Mit diesen Änderungen sollten die seit 2019 geltenden Übergangsbestimmungen durch neue Regelungen ersetzt werden. Die Beschwerden wurden am Dienstag abgewiesen, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.

Die Verfassungskammer ist der Auffassung, dass der Kanton rechtmässig gehandelt hat, indem er das Prinzip der Schulpflicht am Wohnort auf dem Verordnungsweg verallgemeinert hat. Die Beschwerdeführenden hätten keinen Wohnsitz in der Schweiz und könnten sich daher «nicht auf ein Recht auf einen ausreichenden und unentgeltlichen Grundschulunterricht» berufen.

Gegen die am Dienstag ergangenen Entscheide kann beim Bundesgericht Beschwerde erhoben werden.

Nach früheren Angaben des Genfer Erziehungsdepartements wird die Änderung innerhalb von vier Jahren zu einem Rückgang von rund 2000 Schülerinnen und Schülern führen. Die überwiegende Mehrheit der «Grenzschüler» (85 Prozent) sind Schweizerinnen und Schweizer, vor allem aus dem Kanton Waadt.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #2236 (nicht angemeldet)

"...und unentgeltlichen..."? Hhmmm?! Bezahlt man das nicht durch Steuern?!

User #5443 (nicht angemeldet)

Jetzt muss man genauer werden. Ein echter Franzose, oder ein lebender aus Frankreich oder ein Drittstaatler wohnhaft in Frankreich?

Weiterlesen

a
2 Interaktionen
Über ein Meter!
Stimme aus Berlin
2 Interaktionen
Stimme aus Berlin

MEHR IN NEWS

a
13 Mio. Views
a
1 Interaktionen
Nach Kritik
Melanie Hartmann Piratenpartei Regierungsratswahl
Regierungsratswahl
Tobias Sennhauser Wolf Dählhölzli
«Wollen Transparenz»

MEHR GERICHT

a
Liebt Söder-Tochter (27)
Turin/Rom
Hardturm
13 Interaktionen
«Risiko»
IS
7 Interaktionen
Vor Gericht

MEHR AUS GENèVE

mike waltz
8 Interaktionen
Genf
Ein junge liegt im Bett.
5 Interaktionen
WHO bleibt besorgt
9 Interaktionen
Genf