Elon Musk erwischt – jetzt spielt er Fall Epstein plötzlich runter

Riccardo Schmidlin
Riccardo Schmidlin

USA,

Elon Musk gerät wegen neuer Epstein-Mails unter Erklärungsdruck. Plötzlich nennt er die Akten nur noch eine «Ablenkung».

Elon Musk
Elon Musk will von der Bedeutung der Epstein-Affäre plötzlich nichts mehr wissen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Elon Musk spielt Epstein-E-Mails herunter.
  • Neue Dokumente belasten den Tesla-Chef.
  • Musk forderte lange die Veröffentlichung, nun relativiert er die Affäre.

Elon Musk, der reichste Mann der Welt, hat jahrelang die vollständige Veröffentlichung der Epstein-Akten gefordert. Jetzt, wo neue Dokumente seinen eigenen Namen ins Spiel bringen, stuft der Tesla-Chef das Thema plötzlich herunter.

Am Freitag machte das US-Justizministerium neue Unterlagen zum Fall Jeffrey Epstein (†66) publik.

Darin finden sich E-Mails aus 2012 und 2013, die einen direkten Austausch zwischen dem verurteilten Sexualstraftäter und Musk zeigen. Kurz darauf erklärte der Tech-Milliardär auf seiner Plattform X, die Akten spielten keine entscheidende Rolle mehr.

Wie bitte?

Elon Musk betonte, entscheidend sei nicht die Offenlegung einzelner Dokumente.

Erstaunt es dich, dass Elon Musk in den Epstein-Files vorkommt?

In einem Beitrag schrieb er: «Was zählt, ist nicht die Veröffentlichung eines Teils der Epstein-Akten. Sondern die Strafverfolgung derjenigen, die mit Epstein abscheuliche Verbrechen begangen haben.»

Ohne Festnahmen sei alles «reine Symbolik». «Nichts als eine Ablenkung».

Nachrichten über Helikopter und «wildeste Party»

Die veröffentlichten E-Mails stammen aus dem November 2012.

Epstein erkundigte sich bei Musk, mit wie vielen Personen sie per Helikopter zur Insel fliegen würden.

Musk antwortete: «Wahrscheinlich nur Talulah und ich. An welchem Tag/Nacht ist die wildeste Party auf eurer Insel?»

Gemeint war Musks damalige Partnerin Talulah Riley.

Auch in späteren Nachrichten blieb der Kontakt bestehen. An Weihnachten erkundigte sich Musk, ob Epstein ihm helfen könne, in der «Party-Szene loszulassen».

Ein weiterer Austausch aus dem Jahr 2013 belegt, dass Musk einen Besuch auf Epsteins Insel ins Auge fasste. Epstein versicherte ihm, dort sei «immer Platz».

Die nun bekannten E-Mails stehen im Gegensatz zu Musks früheren Aussagen. Er erklärte öffentlich, Epstein nie besucht zu haben und dessen Einladungen abgelehnt zu haben.

Elon Musk setzte Trump mit Epstein-Affäre unter Druck

Elon Musk die Epstein-Akten als politisches Druckmittel eingesetzt.

Nach dem Zerwürfnis mit Donald Trump im Sommer 2025 behauptete er öffentlich: «Zeit, die richtig grosse Bombe platzen zu lassen: Donald Trump ist in den Epstein-Akten. Das ist der wahre Grund, weshalb sie nicht veröffentlicht wurden.»

Zudem warf Musk dem US-Justizministerium vor, die Affäre zu vertuschen. Nun erweckt plötzlich er den Anschein, etwas vertuschen zu wollen.

Kommentare

User #5326 (nicht angemeldet)

Viele Herren Weltweit mit grossen, bekannten Namen hatten Kontakt zu Epstein. Dagegen ist per si nichts ein zu wenden. In der Kritik stehen die Männer die am Missbrauch von Minderjährigen dabei waren. Geschäftskunden, normale Freunde und Bekannte sind nicht von interesse. Man sollte bei dem ganzen schon differenzieren können.

User #2472 (nicht angemeldet)

Die Links-Grünen zittern bereits - die umfassende, weltweite Epstein Untersuchung wird kommen.

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