Forschende der Uni Zürich entdecken neue Palmenart in Kolumbien
Zwei Forschende der Universität Zürich haben im Urwald Kolumbiens eine bisher unbekannte Palmenart entdeckt und beschrieben. In Zusammenarbeit mit der indigenen Gemeinschaft vor Ort kartographierten sie deren Vorkommen, wie die Universität am Mittwoch mitteilte.

Die neu entdeckte Palme trägt den Namen «Attalea táam» und wächst rund um das Gebiet der indigenen Cacua-Gemeinschaft bei Wacará im Departement Vaupés im Südosten Kolumbiens. Die Region sei nur über eine lange Bootsfahrt und einen rund zweistündigen Fussmarsch erreichbar, schreibt die Universität.
«Es ist purer Zufall, dass wir die neue Palmenart entdeckt haben», lässt sich einer der Entdecker, der PhD-Studenten Juan Carlos Copete, in der Mitteilung zitieren. Zusammen mit Rodrigo Cámara-Leret, Professor am Institut für Systematische und Evolutionäre Botanik an der Universität Zürich, seien er von Indigenen zu einem Imbiss mit ihnen unbekannten Palmenfrüchten eingeladen worden.
Zusammen mit Cacua-Ältesten und einem jungen Jäger hätten sie die wild wachsenden Bestände der Palme im Wald aufgefunden. Pflanzenmaterial wurde gesammelt und dokumentiert.
Die neue Art, benannt nach ihrer Cacua-Bezeichnung, ist an ihrem Stamm mit deutlich ausgeprägten orange-braunen ringförmigen Blattnarben zu erkennen. Die Palmen können bis zu 23 Meter hoch werden. Die eiförmigen Früchte müssen etwa ein Jahr lang reifen, um essbar zu sein.






