Millionen Epstein-Dokumente veröffentlicht – inklusive Videos und Fotos

Gerry Reinhardt
Gerry Reinhardt

USA,

Die US-Justiz hat über drei Millionen Seiten aus dem Epstein-Fall freigegeben. Auch Videos und Bilder sind darunter – es geht um mehr als 180'000 Dateien.

Jeffrey Epstein
Epstein hatte beste Kontakte in die amerikanische High Society. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Justiz veröffentlichte über 3 Millionen Seiten Epstein-Dokumente
  • Darunter sind auch 2000 Videos und 180'000 Bilder
  • Die Daten wurden an den US-Kongress weitergeleitet

Es ist eine der grössten Dokumentfreigaben der US-Geschichte: Über drei Millionen Seiten an Material rund um den Fall Jeffrey Epstein wurden heute von der US-Justiz öffentlich gemacht.

Laut Todd Blanche, stellvertretender Staatsanwalt in Washington, handelt es sich um rund 3.5 Millionen Seiten – darunter mehr als 2000 Videos und 180'000 Bilder.

Material geht auch an den Kongress

«Wir veröffentlichen heute ein Schreiben an den Kongress sowie interne Protokolle zu unserer Prüfung», sagte Blanche an einer Medienkonferenz. Die Freigabe sei Teil der gesetzlichen Verpflichtung des Justizministeriums.

Die Öffentlichkeit hatte seit Jahren auf diese Daten gewartet. Denn der Epstein-Fall zieht Kreise bis in höchste politische und wirtschaftliche Kreise – mit brisanten Kontakten und Verdachtsmomenten gegen bekannte Persönlichkeiten.

Noch keine Namen offiziell bestätigt

Welche Personen in den neuen Dokumenten konkret genannt werden, ist derzeit noch unklar. Die US-Behörden sprechen bislang nur von der Anzahl der Dateien – ohne inhaltlich Details preiszugeben.

Ob sich neue Erkenntnisse in dem Fall ergeben, war unmittelbar nach der Veröffentlichung auf der Homepage des Ministeriums noch unklar. Inzwischen sind dort elf Datensätze abrufbar.

Blanche sagte, herausgenommen habe man unter anderem persönliche Daten von Opfern, um deren Privatsphäre zu schützen. Ebenfalls zurückgehalten werde pornografisches Material, auf dem Kinder zu sehen sind, und alles, was Ermittlungen auf Bundesebene behindern könne.

Blanche verteidigte bei einer Pressekonferenz nun mehrfach, dass deutlich weniger Material und mit Verspätung veröffentlicht wurde. Man habe viel mehr Material eingesammelt, als notwendig, und veröffentliche nur Relevantes.

Man habe ausserdem Zeit gebraucht, um den Opferschutz zu gewährleisten. Ende Dezember hiess es auf einmal aus dem Justizministerium, dass angeblich eine Million neue Dokumente aufgetaucht seien, die mit dem Skandal in Zusammenhang stehen könnten.

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