Elon Musk erlebt nach US-Wahlen doppelten Rückschlag
Elon Musk unterstützte die Republikaner im US-Wahlkampf mit hohen Spenden. Ihre Wahlniederlage belastet nun auch Tesla und SpaceX.

Elon Musk war der grösste bekannte Einzelspender der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen. Trotz seiner finanziellen Unterstützung erlitt die Partei von Donald Trump deutliche Niederlagen, während Tesla und SpaceX an der Börse nachgaben.
Laut «CNBC» gab Musk mindestens 474 Millionen US-Dollar für den Wahlkampf aus. Davon flossen rund 224 Millionen Dollar nach Texas, wo er unter anderem die Republikaner Ken Paxton und Greg Abbott unterstützte.

Beide Kandidaten verloren ihre Wahlen gegen die Demokraten James Talarico und Gina Hinojosa. Die «Washington Post» beziffert Musks Wahlkampfausgaben laut «Anadolu Agency» auf rund 446 Millionen Dollar.
Wahlniederlage trifft Musks Verbündete
Die Demokraten gewannen bei den US-Zwischenwahlen die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses. Auch bei wichtigen Gouverneurs- und Senatswahlen erzielten sie Erfolge, berichtet «Reuters».

Besonders deutlich zeigte sich der Machtwechsel in Texas, wo die von Elon Musk unterstützten Republikaner Niederlagen erlitten. Die Demokratin Gina Hinojosa besiegte Gouverneur Greg Abbott und beendete damit mehr als drei Jahrzehnte republikanischer Führung.
Elon Musk hatte zuvor mit Vergeltungsmassnahmen gedroht, nachdem Berichte über mögliche Untersuchungen seiner Unternehmen durch die Demokraten aufgetaucht waren. Nach den Wahlergebnissen könnten Tesla und SpaceX nun verstärkt unter politischen und regulatorischen Druck geraten, berichtet «Reuters».
Tesla-Aktie gerät unter Druck
Die Aktien von Tesla und SpaceX reagierten auf die Wahlergebnisse mit deutlichen Kursverlusten. Laut «Reuters» verlor Tesla am Mittwoch zeitweise 5,1 Prozent, während SpaceX um 5,5 Prozent nachgab.

Beide Unternehmen entwickelten sich damit schwächer als der breite Aktienmarkt. Anleger befürchten unter anderem strengere Kontrollen von KI-Projekten und mögliche Verzögerungen beim Ausbau von Rechenzentren, berichtet «Reuters».
Jake Dollarhide, Chef von Longbow Asset Management, erwartet durch die demokratischen Wahlerfolge zusätzlichen regulatorischen Druck auf die Technologiebranche. Besonders das Wachstum im Bereich künstlicher Intelligenz könnte dadurch gebremst werden, berichtet «Reuters».
Texas wird zum Risiko für Elon Musk
Tesla und SpaceX sind stark in Texas verwurzelt, wo der politische Machtwechsel Herausforderungen für Musks Unternehmen mit sich bringen könnte. Die neue Gouverneurin Gina Hinojosa fordert einen vorläufigen Stopp neuer Rechenzentren, berichtet «Reuters».
SpaceX hatte Investoren vor dem Börsengang einen potenziell erreichbaren Markt von 28,5 Billionen US-Dollar präsentiert. Diese Schätzung beschreibt das Marktpotenzial und stellt keine konkrete Umsatzprognose dar.
Die Kursverluste belasteten auch Musks Privatvermögen, das laut «Anadolu Agency» um mehr als 60 Milliarden Dollar schrumpfte. Trotz Musks hoher Wahlkampfspenden verloren die Republikaner, während Anleger mögliche politische Folgen für Tesla und SpaceX bewerten.
















