El-Sayed kontert Trump: Nenn mich einfach Senator
Der bei der Senatswahl in Michigan erfolgreiche Demokrat Abdul El-Sayed ist gleich in seiner Siegesrede wieder auf Konfrontationskurs zu US-Präsident Donald Trump und dessen Vize JD Vance gegangen. Trumps Republikaner hatten den linken Politiker als radikalen «Kommunisten» dargestellt und seinen Namen absichtlich falsch ausgesprochen. «Donald, hör mal, ich weiss, dass du Probleme mit meinem Namen hattest», sagte El-Sayed nun. Sobald Vance ihn im Januar vereidigt habe, «kannst du mich einfach Senator nennen».

Der 42-jährige El-Sayed gewann das Rennen um einen Senatssitz gegen den republikanischen Kandidaten Mike Rogers (63). Er wird damit der erste Muslim im US-Senat sein. Die Wahl in dem nördlichen Bundesstaat galt landesweit als eine der spannendsten – und als Test dafür, ob linke Vertreter der Demokraten in sogenannten Swing States gewinnen können. Damit sind Bundesstaaten gemeint, in denen mal Republikaner, mal Demokraten die Mehrheit holen.
«Wir haben gezeigt, dass in einem Kampf zwischen dem grossen Geld und den vielen Menschen die vielen wirklich gewinnen können», sagte El-Sayed. All den Eltern, die Mühe gehabt hätten zu erklären, warum der Präsident sich offen über jemanden wegen seines Namens oder seiner Art zu beten lustig mache, rief er zu: «Lasst sie morgen wissen, dass die Bösen verloren haben.»
Den Vizepräsidenten sprach El-Sayed mit dem arabischen Wort «Habibi» an (in etwa: «Mein Lieber»). «Es liegt eine so köstliche Ironie darin, dass du verfassungsmässig verpflichtet bist, mich im Januar zu vereidigen», sagte El-Sayed. Vance hatte den demokratischen Kandidaten im Wahlkampf unter anderem als «kleines Wiesel» bezeichnet.










