Interpharma warnt vor Folgen der US-Preispolitik für Schweiz
Ob sich die Lage für die Schweizer Pharmaindustrie durch den Machtwechsel im US-Kongress verbessern wird, ist derzeit offen. Die Folgen der neuen Mehrheitsverhältnisse liessen sich noch nicht abschätzen, erklärte der Branchenverband Interpharma am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

Eine Herausforderung bleibe die US-Preispolitik. Wenn die USA Schweizer Medikamentenpreise als Referenz heranziehen, könnten tiefe Preise in der Schweiz auch die Preise im deutlich grösseren US-Markt beeinflussen. Laut einer Befragung der Mitgliedsunternehmen sei deshalb für einzelne neue Medikamente in der Schweiz keine Vergütung beantragt worden. Dies könne den Zugang von Patienten zu neuen Therapien verzögern.
Auch ob das Wahlergebnis die Zollverhandlungen zwischen der Schweiz und den USA beeinflussen werde, sei noch unklar. Die USA seien der wichtigste Exportmarkt für Schweizer Pharmaprodukte. Verlässliche Handelsbedingungen seien deshalb für langfristige Investitions- und Standortentscheide von zentraler Bedeutung.






