Bill Gates sagt im Epstein-Ausschuss aus und will helfen
Microsoft-Gründer Bill Gates erschien freiwillig im Kapitol – und erklärte, Epstein habe ihn später zu erpressen versucht.

Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat am Mittwoch vor dem Kontrollausschuss des US-Repräsentantenhauses ausgesagt, wie die «Zeit» berichtet. Er gab vorab ein kurzes Statement ab und erklärte, er sei froh, freiwillig in Washington zu erscheinen.
Gates äusserte die Hoffnung, dass seine Aussage dem Ausschuss helfe, «Gerechtigkeit für die Opfer» zu erreichen. Details zu seiner Aussage gab er vor der nicht öffentlichen Sitzung nicht preis.
Der republikanische Ausschussvorsitzende James Comer wollte laut der «Zeit» wissen, was Gates über Epsteins Treiben gewusst hatte. Comer betonte zugleich, dass keine Vorwürfe zu Fehlverhalten gegen Gates bestünden.
Bill Gates: «Hätte mich niemals mit Epstein treffen dürfen»
Gates hatte zwischen 2011 und 2014 Kontakt zu Epstein, zum Zeitpunkt, als dieser bereits wegen sexueller Straftaten verurteilt war. Gates sagte vor dem Ausschuss, er habe gewusst, dass Epstein «mit dem Gesetz in Konflikt geraten war».
Das Ausmass der Verbrechen sei ihm jedoch nicht vollständig bekannt gewesen, so Gates laut «T-Online». «Ich hätte mich niemals mit Epstein treffen dürfen», soll Gates vor dem Ausschuss gesagt haben.
Als Motiv für den Kontakt nannte Gates sein philanthropisches Engagement: Epstein habe ihm versprochen, wohlhabende Spender für Gesundheits- und Bildungsprojekte zu gewinnen. Der Kontakt sei 2014 abgebrochen worden.
Erpressungsvorwürfe gegen Epstein
Danach habe Epstein versucht, Gates zu erpressen, berichtet «T-Online». Er soll von Ausserehelichen Affären des Microsoft-Gründers gewusst und ihn damit zur Wiederaufnahme des Kontakts zwingen wollen.
Gates bestritt, dass die Affären eine Verbindung zu Epstein gehabt hätten. Auf Epsteins Privatinsel in der Karibik sei er nie gewesen, betonte Gates gemäss dem «Nordkurier».

Die Reaktionen der Ausschussmitglieder auf Gates' Aussagen fielen gemischt aus, wie der «T-Online» festhält. Während ein Demokrat die Antworten als wenig offen bezeichnete, nannte ein Parteikollege Gates «kooperativ».
Weitere Befragungen geplant
Gates ist nicht der erste Prominente, der vor dem Ausschuss erschien.
Auch Ex-Präsident Bill Clinton und seine Frau hatten unabhängig voneinander mit den Ausschussmitgliedern gesprochen, so die «Zeit».
Eine Abschrift der nicht öffentlichen Befragung soll in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Im nächsten Monat soll zudem der nominierte Justizminister Todd Blanche aussagen, berichtet «T-Online».















