Bill Gates vor Gericht: Epstein hat mich mit Affären erpresst
Bill Gates sagt vor dem US-Kongress aus. Dabei behauptet er: Jeffrey Epstein habe ihn mit seinen Affären erpresst.

Das Wichtigste in Kürze
- Bill Gates sagte vor einem US-Kongressausschuss aus.
- Er sprach über seine früheren Kontakte zu Jeffrey Epstein.
- Gates behauptet, Epstein habe ihn wegen Affären unter Druck gesetzt.
Bill Gates (70) musste vor dem US-Kongress über seine Epstein-Kontakte aussagen. Hinter verschlossenen Türen sprach der Microsoft-Gründer auch über sein Privatleben.
Dabei erhob Gates einen brisanten Vorwurf: Jeffrey Epstein (†66) habe ihn mit seinen Affären unter Druck gesetzt.
Epstein soll Gates erpresst haben
Laut Bill Gates habe der verurteilte Sexualstraftäter Informationen über seine Untreue nutzen wollen. Dazu seien auch Lügen gekommen, die Epstein über ihn verbreitet habe.
Ziel sei gewesen, Gates wieder zu einer Zusammenarbeit zu bewegen. Der Versuch sei aber erfolglos geblieben.
Gates räumte ein, dass es aussereheliche Affären gegeben habe. Diese hätten nichts mit Epstein zu tun gehabt, seien für seine Familie aber schmerzhaft gewesen.
«Hätte Epstein niemals treffen dürfen»
Der 70-Jährige zeigte sich bei der Anhörung reumütig. «Ich hätte Epstein niemals treffen dürfen», sagte er laut seiner vorbereiteten Aussage.
Er habe den US-Unternehmer 2011 über gemeinsame Kontakte kennengelernt. Dabei sei es um mögliche Spenden für Gesundheitsprojekte gegangen. Epstein habe damals behauptet, viel Geld für globale Gesundheitsprojekte beschaffen zu können.
Gates sagte, er habe zwar von Epsteins früheren juristischen Problemen gewusst. Das Ausmass der Verbrechen habe er damals aber nicht verstanden.
Keine Insel, keine Ranch
Der Microsoft-Gründer betonte zudem, er habe bei Epstein nie kriminelles Verhalten beobachtet.
Er sei auch nie auf seiner berüchtigten Insel gewesen. Auch auf dessen Ranch oder in dessen Haus in Florida sei er nie gewesen.

Strafrechtlich beschuldigt wurde Bill Gates im Zusammenhang mit Epstein nicht.
Akten brachten Bill Gates in Erklärungsnot
Neue Epstein-Unterlagen hatten Gates zuletzt jedoch erneut in den Fokus gerückt. Darin finden sich Hinweise auf wiederholte Kontakte nach Epsteins erster Verurteilung im Jahr 2008.
Auch Fotos von Gates mit Frauen tauchten in den Unterlagen auf. Die Gesichter der Frauen wurden von den Behörden unkenntlich gemacht.

In einem E-Mail-Entwurf aus dem Jahr 2013 soll Epstein über Gates' Privatleben geschrieben haben. Gates gab nach der Veröffentlichung der Akten Affären mit zwei russischen Frauen zu.
Epstein starb in Gefängniszelle
Jeffrey Epstein war 2008 wegen eines Sexualdelikts mit einer Minderjährigen verurteilt worden. 2019 wurde er wegen neuer Vorwürfe des Sexhandels mit Minderjährigen festgenommen.
Kurz darauf wurde Epstein tot in seiner Gefängniszelle in New York gefunden. Offiziell gilt sein Tod als Suizid.
Der US-Kongress untersucht derzeit, wie die Behörden mit Epstein, seinen Akten und seinen Verbindungen zu mächtigen Personen umgingen.



















