Bill Clinton

    Bill Clinton vor US-Parlament: «Habe nichts gesehen»

    Keystone-SDA
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    USA,

    Nach der Befragung der früheren Aussenministerin Hillary Clinton muss sich nun auch ihr Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, den Fragen des US-Parlaments stellen.

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    Ex-Präsident Bill Clinton. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der ehemalige amerikanische Präsident Bill Clinton sich heute dem US-Parlament stellen.
    • Vor der Anhörung weist er jegliche Anschuldigungen von sich.
    • Er habe nichts gesehen und auch nichts falsch gemacht.

    Heute Freitag musste sich Ex-Präsident Bill Clinton den Fragen des US-Parlaments im Fall Epsteins stellen.

    Der republikanische Vorsitzende des Kontrollausschusses, James Comer, kündigte vor Beginn der Anhörung an, man werde den früheren Präsidenten zu Fotos, E-Mails und Reisebewegungen im Zusammenhang mit dem 2019 gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein befragen.

    Bekannt ist unter anderem, dass Epstein während Clintons Präsidentschaft mehrfach im Weissen Haus war und der Ex-Präsident wiederholt mit Epsteins Flugzeug reiste.

    Clinton weist Anschuldigungen von sich

    Vor der Anhörung weist der Ex-Präsident jegliche Anschuldigungen von sich, wie «BBC» schreibt.

    «Ich habe nicht gewusst, welche Straftaten Epstein begangen hat», sagte er. «Ich weiss, was ich getan habe, und noch viel wichtiger, was ich nicht getan habe.»

    Er habe nichts gesehen und nichts falsch gemacht. Hätte er gewusst, was Epstein getan hat, wäre er nie auf dessen Insel geflogen, beteuert Clinton.

    Er habe während seiner begrenzten Kontakte «keinerlei Anzeichen» für das tatsächliche Geschehen wahrgenommen. «Sie werden mich oft sagen hören, dass ich mich nicht erinnere», erklärte Clinton. Das möge unbefriedigend wirken, doch er werde unter Eid nichts sagen, dessen er sich nicht sicher sei.

    Spekulationen oder Mutmassungen lehne er ab – er werde «nicht 24 Jahre später Detektiv spielen». Wäre ihm auch nur ein Verdacht gekommen, hätte er Epstein nach eigenen Angaben gemeldet.

    Trump: Gefällt mir nicht, Clinton aussagen zu sehen

    US-Präsident Donald Trump hat sein Bedauern über die Epstein-Befragung von Ex-US-Präsident Bill Clinton vor einem Ausschuss des US-Parlaments ausgedrückt. «Ich mag ihn und es gefällt mir nicht, ihn unter Eid aussagen zu sehen», sagte Trump vor Journalisten in Washington. Gleichzeitig behauptete er, dass er selbst deutlich stärker unter Druck gesetzt worden sei.

    Republikaner: Befragung war «produktiv»

    Der republikanische Vorsitzende des Kontrollausschusses, James Comer, bezeichnete die Befragung im Anschluss als «sehr produktiv». Clinton habe versucht, jede Frage zu beantworten.

    Die nicht öffentliche Anhörung fand in Chappaqua im US-Bundesstaat New York statt, wo die Clintons leben. Am Vortag war bereits Ex-Aussenministerin Hillary Clinton befragt worden.

    Hillary Clinton verwies zuvor auf ihren Mann

    Hillary Clinton hatte bei ihrer Befragung am Vortag bei mindestens einem Dutzend Fragen auf ihren Mann verwiesen. Dadurch habe sich der Fragenkatalog für den Ex-Präsidenten gemäss Comer noch erweitert.

    Auch gebe es Fragen zu Epsteins mutmasslicher Rolle im Umfeld der Clinton Foundation, einer von den Clintons gegründeten gemeinnützigen Stiftung, sowie deren Initiative «Clinton Global Initiative», die internationale Projekte und Partnerschaften organisiert.

    Sind die Clintons im Fall Epstein nur Bauernopfer der Republikaner?

    Die Befragung findet hinter verschlossenen Türen in Chappaqua im US-Bundesstaat New York statt, wo die Clintons leben. Die Sitzung soll nach Angaben des Ausschusses länger dauern als die rund sechsstündige Anhörung Hillary Clintons am Vortag.

    Die Republikaner kündigten an, die Videoaufzeichnung ihrer Befragung «so schnell wie möglich» vollständig zu veröffentlichen. Für alle praktischen Zwecke handle es sich um eine «öffentliche Anhörung», sagte Comer. Auch die Aufzeichnung der Befragung Bill Clintons solle im Anschluss veröffentlicht werden.

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