Natur

    «Jardin Japonais» in Nendaz: Wunderwerk der Natur

    Was wie von Menschenhand geschaffen tönt, wurde von der Natur perfekt inszeniert: Der «Jardin Japonais» auf einer Gletschermoräne oberhalb von Nendaz.

    Jardin Japonais
    Wunderbare Natur hoch über dem Walliser Dorf Nendaz. - Maxime Constantin

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Naturparadies «Jardin Japonais» liegt auf einer Gletschermoräne hoch über Nendaz.
    • Die leichte Wanderung in die mystische wirkende Welt dauert rund dreieinhalb Stunden.
    • Kinder finden hier im Wallis einen von der Natur geschaffenen Spielplatz vor.

    Riesige Felsbrocken, vom Gletscher zurückgelassen vor zig Jahren, liegen verstreut auf der Hochebene der Gletschermoräne. Dazwischen stehen knorrige Föhren.

    Im Gras leuchten bunte Bergblumen um die Wette. Ein Bächlein windet sich durch diese faszinierende Landschaft – mal leise plätschernd, dann wild rauschend.

    Wer hier steht, inmitten der urigen Walliser Bergwelt, kommt nicht umhin, die Ausgestaltung dieser Kulisse einem fernöstlichen Gartenbaukünstler zuzuschreiben.

    Sie wirkt auf eigentümliche Weise wohlüberlegt geplant, und doch wild und urwüchsig. Eine Märchenwelt, wo sich hinter moosbewachsenen Felsen und grasigen Schuttkegeln Zwerge und Feen tummeln müssten.

    Das ist der Japanische Garten (Jardin Japonais), hoch über Haute-Nendaz (VS). Wer die Wanderung in dieses Paradies unter die Füsse genommen hat, wird das Wunderwerk der Natur nie mehr vergessen; wer sich nicht aufraffen konnte, hat Grossartiges verpasst.

    Mystische Stimmung

    Dabei ist die Wanderung eher als leicht einzustufen. Rund dreieinhalb Stunden sollten für den Hin- und Rückweg insgesamt veranschlagt werden.

    Es sind elf gemütliche Kilometer über einen Höhenunterschied von etwas mehr als 500 Meter, hin zum wunderbaren Naturschauplatz auf der Gletschermoräne.

    Jardin Japonais
    Die Wanderung zum Jardin Japonais ist eher leicht. - Maxime Constantin

    Die Wanderung beginnt in Siviez, ganz zuhinterst in der Talsohle von Nendaz, auf einer Höhe von 1733 Meter über Meer. Es ist der höchste Weiler der Gemeinde und damit das Tor zu Wandergebiet der 4 Vallées.

    Auf den ersten Metern der Tour ist das Rauschen des Bergbach Printse zu hören. Der ausgeschilderte Weg führt Richtung Tortin und Lac de Cleuson; auf einer Naturstrasse gelangt man dann von der Alp Tortin zur Talstation der Bergbahnen Richtung Col des Gentianes.

    Die gelbe Beschilderung «Jardin Japonais» macht deutlich, dass das Ziel nicht mehr weit entfernt ist. In rund 45 Minuten öffnet die Natur schliesslich den Vorhang zum einmaligen Spektakel.

    Indes, nicht allein die Ausblicke auf die Alpengipfel (der nahe Mont Fort rückt sich dominant ins Bild) sind überwältigend.

    Es ist vielmehr die Stimmung des Ortes, die den Besucher vereinnahmt: Der mäandernde Bergbach, die teils kleinwüchsigen Bäume, die bemoosten Steine und Felsen unterstreichen die mystische Stimmung.

    «Die Seele baumeln lassen» – hier wird einem die Bedeutung dieser Worte bewusst. Die Wanderer geniessen die Ruhe des Ortes, der Frieden und Sanftheit ausstrahlt. Familien mit Kindern finden hier die perfekte Umgebung, um am plätschernden Wasser zu spielen und auf den Felsblöcken herumzuklettern.

    Stilvoller Ausklang

    Wer sich am Naturschauspiel satt gesehen hat, nimmt den gleichen Weg zurück nach Siviez.

    Und wer die Wanderung etwas abkürzen möchte, hat die Möglichkeit, von Siviez nach Tortin die Annehmlichkeiten des Sesselliftes zu geniessen, allerdings empfiehlt sich, vor der Tour die Öffnungszeiten der Anlage zu überprüfen.

    Hotel 4 Valles
    Das Hotel Nendaz 4 Vallées & Spa. - Francois Panchard

    Stilvoll ausklingen lassen kann man die schöne Wanderung beispielsweise im Vier-Sterne Superior Hotel Nendaz 4 Vallées & Spa. Der Betrieb bietet seinen Gästen 60 Zimmer, zwei Suiten und sechs Appartements.

    Beim Bau wurde grosses Augenmerk auf Authentizität gelegt: Steine und Holz stammen aus der Region, verarbeitet von lokalen Firmen und Handwerkern.

    Das Ergebnis ist ein moderner, heller Chalet-Komplex mit typisch alpinem Charme – ein gelungenes Beispiel für zeitgemässen Walliser-Stil.

    ***

    Artikel von Tourismus Lifestyle Verlag / Walo Mühlheim

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