Val d’Anniviers: Wunderschöne Wanderung durch das Wallis

    Zu Fuss lässt sich das Val d’Anniviers bestens erkunden. Eine mehrtägige Walliser Wanderung führt von Siders bis zum Talende unter der «Kaiserkrone» und zurück.

    Paar wandert
    Eine Tagesetappe dauert etwa 5 Stunden. - Sierre Anniviers Marketing

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Tour durch das Val d’Anniviers umfasst fünf Wander-Etappen à fünf Stunden.
    • Walliser Bergdörfer und Naturlandschaften prägen die schleifenförmige Route.
    • Gepäcktransport und zahlreiche Unterkünfte sind unterwegs buchbar.

    Ausgangspunkt der Tour ist Siders – der Bezirkshauptort am rechten Rhône-Ufer wird auch «Stadt der Sonne» genannt und lädt zum Verweilen ein.

    Andererseits lockt bereits der Bus ins Val d'Anniviers: Von der Haltestelle Pontis aus lässt sich das Zwischenziel Chandolin entweder mit einem direkten Aufstieg oder mit einem Schwenker zur Alp Ponchet erreichen.

    Keinesfalls sollte man sich dabei einen Blick auf den tiefen Illgraben mit seinem weichen Dolomitengestein entgehen lassen.

    Alpenpanorama
    Gletscherpanorama im hinteren Tal. - Sierre Anniviers Marketing

    Vom sonnenverwöhnten Chandolin aus gibt es ebenfalls zwei Varianten bis St-Luc: Entweder von unten durch das historische Dorf oder weiter oben durch einen kühlen Wald.

    Immer den Planeten nach

    Auch St-Luc ist mit seiner Sternwarte und den alten Mühlen allemal einen Abstecher wert. Danach kann der Auftakt zur zweiten Etappe mit einer Standseilbahnfahrt nach Tignousa abgekürzt werden – oben bietet sich ein herrliches Alpenpanorama samt Matterhorn.

    Der Weg zum 1882 erbauten Hotel Weisshorn verläuft nun erst dem interessanten Planetenweg entlang – beim altehrwürdigen Gebäude auf 2337 m ü. M. angekommen, sollten Feinschmecker dann unbedingt den berühmten Blaubeerkuchen kosten.

    Sitzgelgenheit Alpen
    Ein lauschiges Rastplätzchen unterwegs. - Sierre Anniviers Marketing

    Der Spaziergang führt weiter auf angenehmen Wegen zur Alpage de Nava und dann zur Alpage de la Barneuza. Nun verändert sich die Landschaft, und es folgt der Abstieg nach Zinal.

    Blick auf den Bergsee

    Die dritte Etappe beginnt im Ferienort ganz hinten im Val d'Anniviers. Das Dorf unter der «Kaiserkrone» ist ein Eldorado für Naturfreunde; das zeigt sich auch auf dem nun folgenden Aufstieg von Navizence (1653 m ü. M.) über Fêta d'Août bis zum Col de Sorebois (2835 m ü. M.).

    Mit etwas Glück entdeckt man auf den Alpweiden ein paar Murmeltiere, und vom Gipfel aus lässt sich der Moiry-See aus der Vogelperspektive bewundern.

    Jetzt schliesst sich der lange Abstieg Richtung Grimentz an; der Abschnitt folgt teilweise dem Fluss Gougra und wird auch von Bikern gerne genutzt.

    Über den Grat nach Vercorin

    Grimentz ist mit seinen geraniengeschmückten Gässchen wirklich ein Kleinod der Walliser Bergkultur.

    drei Chalets
    Typische Walliser Chalets hoch über dem Rhonetal. - Sierre Anniviers Marketing

    Doch auch die Umgebung präsentiert sich zu Beginn der vierten Etappe reizvoll: Die Wanderung folgt erst der Route der Gondelbahn und quert bald den duftenden Lärchenwald, bald die malerischen Weiden der Orzival-Alp auf 2100 m ü. M.

    Dort verzweigt sich der Weg: Entweder steigt man weitere 500 Höhenmeter nach La Brinta auf und steigt dann über den Grat nach Vercorin ab, oder das Tagesziel wird via Alp Tracuit und Sigeroulaz erreicht.

    Abschluss im Schutzgebiet

    Wie ein Adlerhorst thront Vercorin hoch über Siders. Die fünfte und letzte Etappe bringt einen von hier aus ins nahe Naturschutzgebiet Vallon de Réchy. Nach kühlen Waldwegen mit Blick auf das Rhonetal kommt das Plateau mit seiner so reichen wie seltenen Flora in Sicht.

    Planetenweg
    Nach St-Luc verläuft ein Teil der Route auf dem Planetenweg. - Sierre Anniviers Marketing

    Die Mäander des Ar du Tsan, der Lac du Louché und der lokale Wasserfall sorgen bis zur Rückkehr nach Vercorin für einige Highlights.

    Da der anschliessende Abstieg nach Siders äusserst steil ist, wird für den letzten Teil das Postauto empfohlen.

    ***

    Artikel von Tourismus Lifestyle Verlag, Michael Lehner

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