Bildung: Schulstress bei Jugendlichen bekämpfen

    Redaktion
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    Bern,

    Wer heute in der Schule unter Druck gerät, kann sich helfen lassen. Doch was steckt dahinter und was hilft wirklich gegen die wachsende Überforderung?

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    Stress in der Schule und Bildung muss nicht sein. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Schulstress trifft in der Schweiz immer mehr Jugendliche.
    • Struktur, offene Gespräche und Erholung wirken am besten gegen Überforderung.
    • Auch die Schule kann dazu beitragen, den Schulstress zu reduzieren.

    Wenn man jung ist, kennt man das beklemmende Gefühl, dem schulischen Alltag mit seinen Anforderungen kaum noch standhalten zu können.

    Druck durch Noten, Prüfungen und hohe Erwartungen prägt ihren Alltag dabei oft stärker, als viele Erwachsene überhaupt vermuten. Schulstress gilt heute als ernstzunehmende Belastung für die psychische Gesundheit.

    Doch das muss nicht sein. Mit einigen Taktiken und Tricks lässt sich der Schulstress reduzieren.

    Leidet ihr Kind öfter unter Schulstress?

    Wie verbreitet ist Schulstress wirklich?

    Wie eine 2023 veröffentlichte Auswertung der HBSC-Studie im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit zeigt, ist die Belastung messbar.

    Rund 34 Prozent der Schülerinnen und Schüler zwischen elf und 15 Jahren fühlten sich durch die Arbeit für die Schule gestresst. Bei den Mädchen lag der Anteil mit 40 Prozent spürbar höher als bei den Jungen mit lediglich 27 Prozent.

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    Oft fängt der Schulstress schon im jungen Alter an, kann aber durch gute Massnahmen reduziert werden. - Depositphotos

    Besonders auffällig ist dabei die Entwicklung über die Zeit, denn der Anteil gestresster Jugendlicher ist über die Jahre stetig gestiegen.

    Auch die Pro-Juventute-Jugendstudie 2024 bestätigt diese Tendenz und liefert ergänzende Hinweise auf die Lage. Sie wurde gemeinsam mit der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich durchgeführt.

    Demnach geben rund 30 Prozent der jungen Menschen an, sich häufig müde, erschöpft und ausgelaugt zu fühlen. Schul- und Ausbildungsstress mit Prüfungen zählt laut der Erhebung zu den grössten Belastungsfaktoren überhaupt.

    Die wichtigsten Ursachen

    Die Gründe für Schulstress sind vielfältig. Ein wichtiger Faktor ist der anhaltende Leistungsdruck rund um Noten, Zeugnisse und besonders wichtige Prüfungen.

    Einige Jugendliche fürchten, den Erwartungen von Schule, Eltern und sich selbst am Ende nicht zu genügen. Der Übertritt ins Gymnasium oder die oft mühsame Suche nach einer Lehrstelle können dieses Gefühl von Druck erhöhen.

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    Druck sollte nie beim Lernen aufgebaut werden. - Depositphotos

    Auch der ständige Vergleich mit anderen setzt viele Jugendliche zusätzlich unter Druck. Das Gefühl, immer und überall funktionieren zu müssen, raubt ihnen vielfach die so dringend nötige Erholung.

    Ein weiterer Punkt betrifft die Balance zwischen Schule, Lernen und freier Zeit. Wenn Hausaufgaben, Prüfungsvorbereitung und Hobbys kaum noch Platz für echte Pausen lassen, wächst die Überforderung rasch.

    Gerade in der Bildung spielt diese Balance eine zentrale Rolle, die häufig unterschätzt wird. Denn nachhaltiges Lernen gelingt erfahrungsgemäss nur dann, wenn auch bewusste Phasen der Erholung möglich bleiben.

    Bildung: Woran Eltern eine Überforderung erkennen

    Nicht immer sprechen Jugendliche offen darüber, wenn ihnen die Schule über den Kopf wächst. Anhaltende Müdigkeit, Reizbarkeit, Schlafprobleme oder Bauchschmerzen vor Prüfungen können Warnsignale sein.

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    Bildung: Eltern können es oft den Kindern ansehen, wenn sie überfordert sind. - Depositphotos

    Auch ein plötzlicher Rückzug von Freunden und liebgewonnenen Hobbys deutet häufig auf eine wachsende Belastung hin. Wer solche Veränderungen früh bemerkt, kann gemeinsam mit dem Kind rechtzeitig gegensteuern.

    Strategien gegen Überforderung in der Bildung

    Gegen Schulstress gibt es durchaus wirksame Ansätze, die sich im Alltag gut und ohne grossen Aufwand umsetzen lassen. Eine durchdachte Planung hilft dabei, grosse Aufgaben in mehrere kleinere und machbare Schritte zu zerlegen.

    Wer früh genug mit dem Lernen beginnt, vermeidet die hektischen und kräftezehrenden Nächte direkt vor der Prüfung. Feste Lernzeiten und klar definierte Pausen schaffen zudem Struktur und entlasten den Alltag spürbar.

    Ebenso wichtig ist der ehrliche und regelmässige Austausch mit vertrauten Bezugspersonen aus dem Umfeld. Eltern, Lehrpersonen und Freunde können sehr viel entlasten, wenn Jugendliche offen über ihre Sorgen sprechen.

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    Wenn Kinder im Alltag gut ausgelastet sind, macht ihnen auch die Schule Spass. - Depositphotos

    Auch körperlicher Ausgleich wirkt nachweislich und zuverlässig gegen den belastenden schulischen Stress. Regelmässige Bewegung, ausreichender Sport und genügend Schlaf stärken die Widerstandskraft und fördern die Bildung in der Schule.

    In den Ferien sollten Jugendliche zudem ganz bewusst abschalten und wieder neue Kraft tanken dürfen. Wenn die Jugendlichen dann lernen wollen, halten Sie sie davon ab. Wichtiger ist ein Erholen, um frisch in das neue Jahr zu starten.

    Die Rolle von Schule und Gesellschaft

    Schulstress ist allerdings nicht allein ein Problem der einzelnen betroffenen Jugendlichen. Auch das schulische Umfeld und die hohen gesellschaftlichen Erwartungen tragen einen erheblichen Teil dazu bei.

    Schulen können mit klaren Strukturen und verlässlicher Unterstützung viel zur Entlastung der Jugendlichen beitragen.

    Eltern wiederum helfen am meisten, wenn sie aufrichtiges Interesse zeigen, ohne dabei zusätzlichen Druck aufzubauen. Eine Bildung, die konsequent auf Vertrauen und einfühlsame Begleitung setzt, stärkt junge Menschen nachhaltig.

    Kommentare

    User #1108 (nicht angemeldet)

    Ich denke das heute noch mehr gefordert wird als dazumal und heute ist man schlauer früher glaubte man einfach und vertraute der Schule, dem Staat und dem System. Heute hinterfragt man und wer gut recherchiert der wird durch die Wahrheit einfach depressiv, nur das Problem ist es ändert sich nichts, jedenfalls nicht so schnell.

    User #1331 (nicht angemeldet)

    Frage mich immer wie es die Mensche vor 80 Jahren geschafft haben. Ich glaube auch zu dieser Zeit gab es Akademiker, Handwerker usw. und auch zu für Zeit gab es Prüfungen. Meine Güte diese Menschen hatten noch eine Willenskraft, sie taten das nötige für die Gemeinschaft.

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