Bildung: So sieht die ideale Prüfungsvorbereitung aus

    Redaktion
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    Bern,

    Prüfungen kosten Nerven, und der grösste Fehler passiert meistens lange vor dem Termin. Was Bildung und Forschung zur idealen Vorbereitung wirklich sagen.

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    Wer sich bilden will, kann das auch mit einer Fortbildung tun. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Prüfungsvorbereitung beginnt mit einem guten Lernplan.
    • Wer verteilt, lernt und sich selbst abfragt, behält den Stoff deutlich länger.
    • In der letzten Woche ändert sich der Lernfokus enorm.

    Wer anfängt zu lernen, muss sich einen Plan machen. Prüfungsreglement, Lernziele und alte Aufgabensammlungen gehören dazu. Wer den Stoff in kleine Einheiten zerlegt, erkennt mögliche Lücken deutlich früher. Und man merkt rechtzeitig, ob die verbleibende Zeit überhaupt reicht.

    Bilden Sie sich fort?

    Knapper Zeitraum

    Genau daran scheitern viele Vorbereitungen. Wie das Bundesamt für Statistik in seiner Erhebung von 2024 zeigt, arbeiten rund 72 Prozent der Studierenden neben dem Studium. Gleichzeitig sank der wöchentliche Zeitaufwand für das Studium gegenüber 2020 um gut zwei Stunden.

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    Wer lernen will, muss sich auch genug Zeit dafür nehmen. - Depositphotos

    Gelernt wird zunehmend in Restzeiten, zwischen Schicht, Pendelweg und Haushalt. Wer das einplant, statt es zu verdrängen, kommt am Ende besser durch. Ein Plan mit zwei Stunden pro Tag, dafür dann aber richtig, ist genau die Lösung. Auch Ferien oder eine kurze Auszeit vor dem Termin gehören in diese Rechnung.

    Verteilen statt stapeln

    Der zweite Hebel ist die Verteilung des Lernstoffs. Vier Einheiten an vier Tagen bringen mehr als eine lange Einheit am Vorabend.

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    Bildung: Es ist wichtig, die Themen und das Lernen gut zu verteilen. - Depositphotos

    Das gilt für Vokabeln ebenso wie für juristische Definitionen oder physikalische Formeln. Themen sollen bewusst erneut angeschaut werden, auch wenn sie längst abgehakt scheinen.

    Abfragen oder verstehen?

    Lange galt das reine Abfragen als Königsweg der Prüfungsvorbereitung. Wie die Universität Regensburg in einer Studie von 2023 mit 230 Teilnehmenden zeigte, greift dieses Bild zu kurz.

    Der bekannte Vorteil des Abtestens gegenüber verstehensorientierten Methoden verschwand, sobald beide Gruppen gleich viel Zeit zum Einprägen erhielten. Für die Praxis ist das keine Absage an Selbsttests.

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    Sich selbst laut abfragen kann helfen, Themen besser verständlich zu machen. - Depositphotos

    Es heisst vielmehr, dass Strukturieren, Zusammenfassen und Erklären gleichwertig danebenstehen. Wer beides kombiniert, deckt Wissenslücken und Verständnislücken gleichzeitig ab. Für die Bildung an Schulen und Hochschulen ist dieser Befund heikel, weil dort Methoden gern pauschal empfohlen werden.

    Ort, Pausen und das Handy

    Ein fester Lernplatz spart Entscheidungen und damit Energie. Das Handy gehört dabei in einen anderen Raum und nicht bloss auf lautlos. Nach etwa 50 Minuten konzentrierter Arbeit tut eine kurze Unterbrechung gut.

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    Wer viel lernt, darf natürlich aber auch die Pausen nicht vergessen. - Depositphotos

    Fünf bis zehn Minuten ohne Bildschirm reichen dafür meistens aus. Wer stattdessen durch Feeds scrollt, erholt sich kaum und startet müder in den nächsten Block.

    Auch Lerngruppen haben ihren Platz, weil sie den Stoff mündlich prüfbar machen. Wer einem anderen etwas erklären muss, merkt sofort, wo die eigene Erklärung ausfranst.

    Schlaf für die richtige Bildung

    Kurz vor dem Termin wird gern an der Nacht gespart. Das ist der schlimmste Fehler der ganzen Vorbereitung. Im Schlaf werden Inhalte sortiert und ins Langzeitgedächtnis überführt.

    Wer bis drei Uhr paukt, verliert am Prüfungstag Konzentration und Zugriff auf das Gelernte. Bewegung wirkt ähnlich unterschätzt. Schon 20 Minuten an der frischen Luft senken die Anspannung spürbar.

    Die letzte Woche gehört den Prüfungsbedingungen

    In den letzten Tagen ändert sich der Fokus. Jetzt geht es nicht mehr um neuen Stoff, sondern um den Abruf unter realen Bedingungen. Eine alte Prüfung unter Zeitdruck durchzuspielen, bringt mehr als das vierte Durchlesen der Zusammenfassung.

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    In den letzten Tagen ändert sich der Fokus für die Prüfungen nochmal. - Depositphotos

    Dabei zeigt sich schnell, welche Themen wirklich sitzen. Auch die Nervosität sinkt, weil der Ablauf vertraut wird.

    Wer trotzdem regelmässig blockiert, findet an den Hochschulen kostenlose und vertrauliche Beratungsstellen. Prüfungsangst ist verbreitet und gut behandelbar, sie ist kein Zeichen mangelnder Eignung.

    Kommentare

    User #6375 (nicht angemeldet)

    Ich bereite mich vor allem auf die Prüfer vor und schicke ihnen schon Wochen vorher die ersten Blumensträusse. LG Heiri (16 1/2)

    User #1108 (nicht angemeldet)

    Angst hat derjenige der Angst von Versagen hat. Du kannst es nur schaffen oder durchfallen das sind nur zwei Optionen beim Sterben hast du gar keine mehr und und wenn du nur eine hast ist es Zwang und Ausbeutung. Lernen Ausbildung machen bis 60 ist besser als dieser Arbeitsmarkt deswegen nehme ich die Option die am meisten nach Freiheit aussieht.

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