Lupinen sind nicht nur schöne Gewächse im Garten. Die Samen sind auch eine wertvolle Proteinquelle, die sich vielfältig in der Küche verwerten lässt.
Lupinenfeld
Feld mit Lupinenstauden. - Unsplash

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Lupine ist eine seit Jahrtausenden bekannte Hülsenfruchtpflanze.
  • Sie ist eine gesunde, nährstoffreiche Alternative zu Soja.
  • Lupinenprodukte sind in der Küche vielseitig verwendbar.
  • Lupineneiweiss kann allerdings Allergien auslösen.

Lupinen werden bereits seit mehreren tausend Jahren kultiviert. Ursprünglich sind sie in Amerika und im Mittelmeerraum beheimatet.

In Europa fand die Lupine zuerst als Zier- und Heilpflanze Verbreitung. Erst Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurde die Süsslupine gezüchtet.

Süsslupinen sind im Gegensatz zu den Ursprungsarten nicht mehr giftig. Durch Ihre spezielle Züchtung enthalten sie nahezu keine Saponine, Alkaloide und Bitterstoffe.

Sie zählt, wie Erbsen und Sojabohnen, zu den Hülsenfrüchten.

Wertvolle Protein- und Nährstoffquelle

Aufgrund ihrer vorteilhaften ernährungsphysiologischen Eigenschaften sind Lupinensamen ein beliebtes Superfood geworden.

Lupine
Die Lupinenpflanze. - Pixabay

Lupinenprodukte sind bei ernährungsbewussten Personen und Sportlern ein fester Bestandteil des Speiseplans.

Auch Menschen mit Erkrankungen wie Gicht, Diabetes und Glutenunverträglichkeit greifen gerne auf Lupineneiweiss zurück. Lupinen lösen keine Gichtanfälle aus, da sie frei von Harnsäure bildenden Purinen sind.

Sie haben zudem günstige Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel, da sie wenig verdauliche Kohlenhydrate besitzen.

Sie sind von Natur aus glutenfrei und ihr hochwertiges Eiweiss enthält alle essenziellen Aminosäuren in einem ausgewogenen Verhältnis.

Lupinen sind reich an Ballaststoffen, Mineralien, Vitaminen und entzündungshemmenden Antioxidantien. Ihr Fett besteht hauptsächlich aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, welche ebenfalls entzündungshemmend wirken

Lupinenprodukte in der Küche verwenden

Vegetarier und Veganer nutzen sie schon lange: Lupinenprodukte sind ein exzellenter Ersatz für Milch- und Fleischprodukte.

Es gibt zahlreiche Produkte auf Lupinenbasis wie beispielsweise Schnitzel, Würstchen, Burger oder Bratlinge. Auch pflanzliche Milch, Joghurt oder Frischkäse kann aus Lupinen hergestellt werden.

Aus gerösteten Lupinenbohnen lässt sich ein schmackhaftes, kaffeeähnliches Getränk kochen. Es ist koffeeinfrei und magenschonend.

Eine Spezialität in mediterranen Ländern sind eingelegte Lupinensamen. Sie werden als Snack ähnlich wie Oliven gegessen.

Lupinen
Lupinensamen. - Andrea Izzotti - Fotolia

Wie andere Hülsenfrüchte können auch Lupinen gekocht werden: Weichen Sie die Lupinen über Nacht ein. Am Folgetag kochen Sie sie für 30 bis 40 Minuten gar. Sie sind eine ideale Basis für Suppen und Eintöpfe.

Achtung bei Allergien

Lupineneiweiss kann Allergien auslösen. Insbesondere Menschen mit bekannter Erdnussallergie sollten Lupinenerzeugnisse meiden.

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