Vegan

    Vegan werden und bleiben: Mit diesen 8 Tipps fällt es leichter

    Mirjam Walser
    Mirjam Walser

    Bern,

    Wer komplett vegan essen möchte, ist mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Mit unseren 8 Tipps wird es leichter.

    Pizza Vegan
    Pizza essen mit Freunden: Wer sich vegan ernährt, muss darauf nicht verzichten. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wer sich neu vegan ernährt, hat mit einigen Herausforderungen zu kämpfen.
    • Es ist nicht einfach, an den neuen Ernährungsgewohnheiten festzuhalten.
    • Thematisches Wissen, ein unterstützendes Umfeld und gutes Essen helfen, dranzubleiben.

    Der Veganuary ist vorbei. Mit ihm endete für viele Menschen die intensivere Auseinandersetzung mit einer rein pflanzlichen Ernährung. Laut einer aktuellen Studie von YouGov haben vier Prozent der erwachsenen Schweizer Bevölkerung am Veganuary teilgenommen. Elf Prozent haben ihren Konsum von tierischen Produkten bewusst reduziert.

    Dies zeigt, dass die Menschen in der Schweiz bereit sind, Ernährungsanpassungen zugunsten ihrer Gesundheit, der Tiere und der Umwelt vorzunehmen. Darauf weist die Vegane Gesellschaft Schweiz hin, die den Veganuary in der Schweiz durchführt.

    Haben Sie beim Veganuary mitgemacht?

    Vegan ja, aber wie?

    Auch wenn sich die vegane Ernährung langsam im Mainstream etabliert, stellt sie für viele eine grosse Umstellung dar. Neu-Veganer stehen oft vor einer Vielzahl von Fragen und Hürden: Wie decke ich meine Nährstoffbedürfnisse ab? Wie ersetze ich vertraute Geschmackserlebnisse? Und wie gehe ich damit um, wenn das Umfeld meine Ernährungsform nicht unterstützt?

    Vegan Lasagne
    Wer vegan isst, muss auf (fast) nichts mehr verzichten. Auch Lasagne kann man gut mit pflanzlichen Zutaten zubereiten. - Depositphotos

    Darüber hinaus stossen Veganer im Alltag auf zahlreiche Situationen, in denen tierische Produkte als selbstverständlich angesehen werden. Apérohäppli mit Käse bei Freunden, Eier beim Osterbrunch oder frische Croissants beim gemeinsamen Zmorge im Büro: Wie verliert man dabei nicht die Motivation, vegan zu bleiben?

    Damit Sie die neuen Ernährungsgewohnheiten leichter beibehalten können, empfehlen wir folgende acht Tipps:

    1. Inspiration aus Social Media und Kochbüchern

    Suchen Sie sich einige vegane Influencer auf Social Media. So können Sie sich immer wieder aufs Neue von der Vielfalt der pflanzlichen Küche inspirieren lassen. Zudem erfahren Sie dadurch immer wieder von neuen Produkten. Und das macht die vegane Ernährung auch spannend: Es gibt immer wieder Neues zu entdecken.

    Paar kocht
    Es gibt im Internet eine Vielzahl an guten Blogs mit veganen Rezepten. - Depositphotos

    Am besten kaufen Sie sich zudem einige vegane Kochbücher. Denn: Wenn Ihnen das Essen nicht schmeckt, werden Sie auch nicht lange vegan bleiben. Und immer nur Ersatzprodukte zu kaufen, wird auf Dauer langweilig. Die pflanzliche Küche hat so viel mehr zu bieten.

    2. Selbstgemachtes mitnehmen

    Das aus Kochbüchern und Social Media angeeignete Wissen hilft Ihnen auch bei der Verpflegung während der Arbeit. Nicht immer gibt es eine gute Kantine mit einem veganen Angebot. Sandwiches werden auf Dauer auch langweilig. Da hilft es, wenn Sie etwas Selbstgekochtes mitnehmen, das Ihnen richtig gut schmeckt.

    Salat im Glas vegan
    Salat im Glas: So vorbereitet, macht das Mittagessen Spass. - Depositphotos

    So geraten Sie nicht in Versuchung, doch die Käsespätzli oder Lasagne aus der Kantine zu essen. Bonus: So können Sie auch andere mit Ihren veganen Kreationen inspirieren.

    3. Sich vernetzen

    Um die neue Ernährungsgewohnheit zu verankern, tun Sie sich am besten mit Gleichgesinnten zusammen. So können Sie nicht nur Wissen austauschen, sondern finden auch Unterstützung, falls Sie an Ihrer Entscheidung zweifeln.

    Zwei Frauen kochen vegan
    Gemeinsam fällt es einfacher, die neuen Gewohnheiten beizubehalten. - Depositphotos

    In fast allen grösseren Städten in der Schweiz gibt es sogenannte vegane Stammtische. In regelmässigen Abständen werden Treffen zum lockeren Austausch und gemeinsamen Essen organisiert. Die Veranstaltungen werden meistens über Facebook organisiert.

    Auch online kann man sich mit Veganern aus der ganzen Welt vernetzen.

    4. Selbstbewusst vegan

    Seien Sie selbstbewusst in Ihrer Entscheidung, vegan zu leben. Entschuldigen Sie sich nicht für Ihre Ernährung. Denn Sie wollen dadurch etwas Gutes für die Tiere, die Umwelt oder Ihre Gesundheit tun. Warum sollte das schlecht sein?

    Nutztiere und Haustiere
    Wen essen, wen streicheln? Als Veganer unterscheiden Sie nicht mehr zwischen den verschiedenen Tieren. - Depositphotos

    Und lassen Sie sich nicht von bösen Kommentaren oder Halbwissen zur Gesundheit beeindrucken. Es gibt genug Studien, die zeigen, dass man sich in allen Lebensphasen vegan ernähren kann.

    5. Informiert sein

    Informieren Sie sich über die Auswirkungen des Konsums tierischer Produkte auf Tiere, die Umwelt und Ihre eigene Gesundheit. Sie werden sehen, wie viel Sie mit Ihrer Ernährung für die Tiere und die Umwelt bewirken können. Je mehr Sie wissen, desto motivierter werden Sie sein, Ihren veganen Lebensstil beizubehalten.

    Zudem helfen Bücher und andere Informationsquellen Ihre Argumente zu stärken, falls jemand Ihre Ernährungsform diskutieren will. Das Buch «Vegan ist Unsinn» gibt Ihnen ein gutes Argumentarium an die Hand.

    Ed Winters
    Ed Winters als «Earthling Ed» ist einer der bekanntesten internationalen Verfechter des Veganismus. Seine besonnene Art und Weise zu argumentieren, hat ihn berühmt gemacht. - Screenshot Instagram @Earthlinged

    Falls Sie gut Englisch sprechen, ist das Buch «How to Argue With a Meat Eater» von Ed Winters empfohlen. Auch seine Videos auf Youtube und Instagram zeigen, wie man ruhig und überzeugend für den Veganismus argumentiert.

    6. Gemeinsam Dokus schauen

    Dokumentarfilme bereiten das Wissen zur veganen Lebensweise anschaulich und manchmal unterhaltsam auf. Dokus wie «What the Health», «Gamechangers» oder «Cowspiracy» finden auch Nicht-Veganer interessant.

    Plakat des vegan Films
    Der Film «Game Changers» zeigt, dass vegan auch im Spitzensport möglich ist. - The Game Changers

    Vielleicht finden Sie nach einem veganen Filmabend mit Freunden sogar neue Mitstreiter.

    7. Snacks vorbereiten

    Egal ob für den Filmabend oder für unterwegs: Halten Sie immer ein paar Snacks bereit. Denn als Veganer findet man nicht immer gute Optionen für den Hunger zwischendurch.

    Nüsse sind eine gute Wahl. Sie sind gesund und halten satt. Natürlich dürfen Sie auch ungesunde Snacks auf Vorrat halten. Vegane Schokolade, Guetzli oder selbst gemachte Muffins halten einen an einem langen Arbeitstag bei Laune.

    8. Nahrungsergänzungsmittel

    Sich mit den Nährstoffen der veganen Ernährung und Ihrem eigenen Nährstoffbedarf vertraut zu machen, braucht Zeit.

    Vegan Lebensmittel
    Welches Lebensmittel enthalten die benötigten Nährstoffe? Meist dauert es etwas, bis man sich dieses Wissen angeeignet hat. - Depositphotos

    Deshalb kann es Sinn machen, ein Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Machen Sie am besten zuerst bei Ihrem Hausarzt ein Blutbild. So finden Sie heraus, ob bereits ein Nährstoffmangel oder niedere Werte vorliegen.

    Mit der Einnahme von Vitamin B12 sollten Sie jedoch unmittelbar beginnen. Denn dieses kommt in der pflanzlichen Nahrung nicht in verwertbarer Menge vor.

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