Vegan

    Vegan Basics: So gelingt der Einstieg in die vegane Ernährung

    Mirjam Walser
    Mirjam Walser

    Bern,

    Im Januar ist die Motivation gross, sich gesund zu ernähren. Vegan kann dabei eine gute Option sein. Wir geben Tipps, wie die Umstellung einfach gelingt.

    Vegan Essen
    Die vegane Küche ist sehr vielfältig. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit den richtigen Zutaten fällt der Umstieg auf die vegane Ernährung leicht.
    • Für Milch- und Fleischprodukte gibt es zahlreiche pflanzliche Alternativen.
    • Nüsse gehören in jeden veganen Haushalt.
    • Die Eigenschaften von Eiern werden mit diversen pflanzlichen Lebensmitteln imitiert.

    Ein Rosenkohl-Kürbiscurry, Braten aus Seitan und Pilzen oder ein veganes Züri Gschnätzlets. Je länger man sich mit der veganen Küche beschäftigt, desto raffinierter werden die Rezepte.

    Doch für den Anfang muss es nicht gleich das raffinierte 3-Gänge Menu sein. Es reichen ein paar grundlegende Lebensmittel, die den Einstieg erleichtern. Vegan kann nämlich auch ganz einfach sein.

    Zu Beginn ist es hilfreich, wenn man sich an bekannten Rezepten orientiert und mit Ersatzprodukten arbeitet. Zum Beispiel kann ein Thai Curry gut mit Poulet aus Erbsenprotein zubereitet werden. Für eine Rösti mit Speck nutzen Sie pflanzlichen Speck aus dem Detailhandel oder Räuchertofu.

    Paar Vegan Rezept
    Stellt man auf vegan um, hält man sich zu Beginn beim Kochen am besten an vorgegebene Rezepte. - Depositphotos

    Mit der Zeit lernt man, Rezepte neu zu komponieren und den Fleischgeschmack nicht nur mit Ersatzprodukten zu kreieren.

    Im folgenden Stellen wir Ihnen die wichtigsten veganen Grundzutaten vor:

    Pflanzliche Milch

    Auf den geliebten Milchkaffee muss man auch als Veganer nicht verzichten. Es gibt viele pflanzliche Drinks als Alternative. Allerdings unterscheidet sich der Geschmack der Drinks je nach Hauptzutat sehr.

    Viele mögen Hafer- oder Sojamilch für den Kaffee am liebsten. An den Sojageschmack muss man sich oft erst mal etwas gewöhnen. Bei der Hafermilch wählt man am besten eine etwas dickflüssigere Alternative. Es gibt speziell ausgezeichnete Barista-Editionen, die sich gut aufschäumen lassen.

    Haferdrink
    Als Alternative zu Kuhmilch gibt es eine breite Auswahl an pflanzlichen Drinks, von Hafer bis Hanf. - Unsplash

    Für Müslis, die heisse Schoggi oder zum Backen eignen sich auch andere pflanzlichen Milchalternativen wie Dinkel, Hafer oder Erbse. Hier gilt: Einmal quer durch das Regal probieren.

    Joghurt und Rahm in vegan

    Es gibt Joghurt aus verschiedenen Pflanzen: Hafer, Soja, Lupinen oder Kokosnuss, um nur einige zu nennen. Die Varianten in vegan kommen dem tierischen Pendant geschmacklich sehr nahe.

    Achten Sie beim Kauf darauf, dass Bakterienkulturen verwendet werden, um die gesundheitlichen Vorteile von Joghurt zu nutzen. Es gibt auch Marken, die lediglich pflanzliche Milch, Verdickungsmittel und Zucker zu einem joghurtähnlichen Produkt mischen. Diese Produkte sind geschmacklich zwar fein, weisen aber keinen nennenswerten Nährwert auf.

    Bei Rahm empfiehlt sich, Sojarahm zu benutzen. Sojaprodukte haben zwar kalt einen gewöhnungsbedürftigen Eigengeschmack, beim Kochen verliert sich dieser schliesslich.

    Mandelmus

    Mandelmus gehört zu den vielfältigsten Lebensmitteln in der veganen Küche. Es eignet sich sehr gut zur Herstellung von Saucen oder Dressings, zum Beispiel einer Rahmsauce oder französische Salatsauce.

    Können Sie sich vorstellen, komplett vegan zu essen?

    Auch lässt sich mit dem Nussmus jede Suppe wunderbar verfeinern. Ebenfalls geeignet ist es zum Einsatz in Smoothies.

    Mandelmus schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch ausserordentlich gesund. Es liefert viele Proteine und enthält Calcium und Magnesium.

    Nüsse und Samen

    Wer sich vegan ernährt, zählt Nüsse und Samen zu den Grundnahrungsmitteln. Sie sind vielfältig einsetzbar und werten Salate, Suppen und Pfannengerichte auf. Zudem stecken sie voller gesunder Fette und Nährstoffe.

    Mandeln
    Nüsse sind ein wichtiger Bestandteil der veganen Ernährung. - Depositphotos

    Die verschiedenen Nusssorten unterscheiden sich in ihrem Nährwertprofil. So haben Erdnüsse und Mandeln einen besonders hohen Anteil an Proteinen. Cashewnüsse, Kürbis- und Sonnenblumenkerne sind für ihren hohen Magnesiumgehalt bekannt.

    Es lohnt sich, immer genügend Nüsse und Samen im Vorratsschrank zu haben. Sie eignen sich auch gut als kleiner Snack zwischendurch. Denn wer sich vegan ernährt, findet in Snackautomaten oder am Kiosk nicht immer etwas Pflanzliches.

    Vegane Fleischalternativen

    Fleisch ist für viele ein fester Bestandteil der Ernährung. Deshalb kann sich bei der Umstellung das Gefühl einstellen, dass etwas fehlt. Am Anfang ist es daher am einfachsten, einfach mal auf Ersatzprodukte zurückzugreifen.

    Nicht jedes Fleischimitat ist befriedigend. Bei Burgern und Würstchen ist das Angebot sehr gut. Ebenso gibt es eine gute Auswahl an Geschnetzeltem und Aufschnitt.

    Vegan Burger mit Käse
    Vegan oder nicht? Bei Burgern ist der Unterschied kaum mehr zu erkennen. - Unsplash

    Steak und andere komplexe Fleischstücke sind schwieriger zu imitieren. Wer trotzdem ein Steak kauft, zum Beispiel aus Lupinen, sollte nicht erwarten, dass es gleich schmeckt wie das tierische Original. Wer sich allerdings auf den neuen Geschmack einlässt, darf sich über eine kulinarische Bereicherung freuen.

    Vegan Backen ohne Ei – und der typische Eiergeschmack

    Eier lassen sich vielfältig in der Küche einsetzen. Es gibt bis anhin noch kein Produkt, welches das Ei in seinen Eigenschaften imitieren könnte. Je nach Gebrauch, beim Backen, Kochen oder als Sandwichfüllung, muss daher auf unterschiedliche Alternativen zurückgegriffen werden.

    Im Detailhandel gibt es Eiersatz zum Backen als Pulver zu kaufen. Es gibt aber auch viele Backrezepte, die ohne spezielles Pulver auskommen. Zum Binden eignen sich zum Beispiel Bananen oder Leinsamen. Apfelmus macht einen Kuchen fluffig und saftig.

    Kala Namak
    Grobkörniges Kala Namak. - Pexels

    Wenn Sie hingegen den Geschmack von Eiern vermissen, hilft Ihnen ein indisches Salz: Kala Namak. Aufgrund der darin enthaltene Schwefelverbindung schmeckt es nach Eiern.

    Mit weichem Seidentofu und etwas Kala Namak können Sie ein feines pflanzliches Rührei zubereiten. Und auch für den leichten Geschmack nach Ei in der französischen Salatsauce eignet sich das Salz.

    Mit Kala Namak lässt sich sogar eine Avocado geschmacklich in ein Ei verwandeln. Dieses Produkt gibt es allerdings nicht in den herkömmlichen Supermärkten. Kala Namak finden Sie in gut sortierten Bio-Läden, online oder Veganfachläden.

    Vegan geht auch ohne Ersatzprodukte

    Wer vorher viel Fleisch gegessen hat, sollte diese Menge nun nicht 1:1 durch pflanzliche Fleischalternativen ersetzen. Denn deren Nährwertprofil ist unterschiedlich als Fleisch.

    Wer sich pflanzlich ernährt, muss nicht zwangsläufig auf Ersatzprodukte zurückgreifen. Mit der Zeit ändern sich die Ernährungsgewohnheiten. Gemüsekreationen und Hülsenfrüchte rücken dann in den Fokus und werden die Hauptproteinquelle. Ersatzprodukte verlieren an Wichtigkeit.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Vegan Milch im Coop
    207 Interaktionen
    Mandel, Hafer, Soja
    Kaffee Milch vegan
    23 Interaktionen
    Geschmackssache
    Eier sind nicht vegan
    128 Interaktionen
    Geheimtipp
    Vorsorge Oberland
    3 Interaktionen
    Lücken finden

    MEHR VEGAN

    Ernährungsinitiative
    976 Interaktionen
    Essen
    Schweizer Tierschutz
    127 Interaktionen
    Vegan-Zoff
    Marko Kovic
    1'123 Interaktionen
    Marko Kovic
    walser kolumne
    239 Interaktionen
    Globale Krisen

    MEHR AUS STADT BERN

    YB GC Super League
    Sonntag um 14 Uhr
    sc bern
    2 Interaktionen
    Auch Tigers siegen
    4 Interaktionen
    Wohl kein Datendiebstahl