Sauerteig, Blumenkohl und Co.: Pizzaboden mal anders

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    Lust auf Pizza? Deren Boden muss nicht zwingend aus Hefeteig bestehen. Es gibt einige Varianten, die auch fein schmecken und dazu gesund sind.

    Blumenkohl Pizza Tomate Pilz Rost
    Pizzateig geht auch mit Blumenkohl. Dafür schreddert man ihn zunächst auf Reiskorngrösse, ehe man ihn mit Ei, geriebenem Käse und Mandelmehl zu einem Teig vermengt. - Andrea Kramp/Bernd Grölling/Gräfe und Unzer Verlag/dpa-tmn

    Das Wichtigste in Kürze

    • Immer nur klassischer Hefeteig für die Pizza kann auf Dauer langweilig werden.
    • Gemüsefans machen Gemüseteig: mit Brokkoli, Randen, Kartoffeln oder Blumenkohl als Basis.
    • Das Extra: Pinsateig, der auch dank verschiedener Mehlsorten besonders knusprig wird.

    Ein gut gegangener und ausgerollter Hefeteig, darauf würzige Zutaten, Käse drüber und ab in den Ofen. Klingt nach einer klassischen Pizza. Doch die kann zur Abwechslung auch mal etwas anders daherkommen. Nämlich ohne den Hefeteig.

    Eine mögliche Variante ist Sauerteig. Was dafür spricht? «Sauerteig gibt einer Pizza unglaublich viel Aroma», sagt die Kochbuchautorin Anne-Katrin Weber.

    Sauerteig Pizza Basilikum Tomate
    Der Sauerteigboden entsteht durch langsame Fermentation von Wasser und Mehl. Er schmeckt dadurch aromatischer als Hefeteig. - Bernd Diekjobst/dpa-tmn

    Zudem sei der Teig nach dem Backen «super-knusprig». Und der Koch Christian Brandl ergänzt: «Er ist bekömmlicher, weil wegen gesunder Milchsäurebakterien verdauungsfördernder als Hefeteig.»

    Allerdings sei ein Sauerteig aufwändiger in der Zubereitung. «Mal so schnell nebenher gemacht ist er nicht.»

    Gemüseboden liefert Vitamine

    Wer eine Pizza mit etwas ausgefallenerem Teig auftischen möchte, kann sich an geschreddertem Gemüse versuchen.

    «Diese Variante ist kohlenhydratärmer als Hefeteig und noch dazu vitaminreich», sagt Weber. Eine solche Gemüsemasse lässt sich etwa mit Brokkoli oder Randen herstellen.

    «Statt mit Hefe lässt sich ein Pizzateig auch gut auf Basis von gekochten und kleingestampften Kartoffeln zubereiten, die mit Mehl und Margarine gemischt werden », sagt Brandl.

    Ebenfalls schmackhaft ist eine Blumenkohl-Pizza, etwa nach einem Rezept der Kochbuchautorin Inga Pfannebecker.

    Teig aus gehacktem Blumenkohl

    Dafür den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Einen Blumenkohlkopf (750 Gramm) putzen, waschen und in kleine Röschen teilen. Die Röschen portionsweise im Blitzhacker oder auf der Rohkostreibe auf Reiskorngrösse zerkleinern.

    Buchcover Pizza vegan mediterran
    nne-Katrin Weber: «Deftig Vegan Mediterran» Becker Joest Volk Verlag, etwa 32 Franken ISBN: 978-3-95453-231-5. Foto: - Wolfgang Schardt/Becker Joest Volk Verlag /dpa-tmn

    Auf ein Backblech legen und zehn Minuten backen.

    Das Ganze abkühlen lassen, auf ein sauberes Geschirrtuch geben und kräftig ausdrücken.

    Im nächsten Schritt den Blumenkohl mit einem Ei und einem Esslöffel Mandelmehl (ersatzweise gemahlene Mandeln ohne Haut) sowie 50 Gramm geriebenem Gouda mischen und alles salzen.

    Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Darauf die Masse zu vier runden Böden à 18 Zentimeter Durchmesser formen. Jedes Blech nacheinander im vorgeheizten Ofen zwölf Minuten vorbacken.

    Inzwischen vier Esslöffel gehackte Tomaten aus der Dose mit Salz und Pfeffer würzen. Die Blättchen von drei Stielen frischem Basilikum zupfen, fein hacken und unter die Tomaten rühren.

    Vier Scheiben gekochten Schinken in Stücke schneiden. Zwei Kugeln Mozzarella à 125 Gramm in feine Scheiben schneiden.

    Jetzt die Böden mit Tomaten bestreichen und mit den vorbereiteten Zutaten belegen. Weitere zwölf Minuten backen. Die Blumenkohl-Pizzen mit Basilikum-Blättern garnieren und servieren.

    Lange Standzeit macht verdaulich

    Eine weitere Alternative zum klassischen Pizzaboden aus Hefe kann ein Polenta-Boden sein.

    Pizza Polenta Blätter Salat Zwiebeln Radieschen Kräuter
    Eine Alternative zur klassischen Pizza ist die Variante mit Polenta-Boden. Sie wird mit einer Ricotta-Cashew-Creme und Salat getoppt. - Wolfgang Schardt/Becker Joest Volk Verlag /dpa-tmn

    Oder auch ein Pinsateig. Bei Letzterem treffen mit Weizen-, Reis-, Soja- und Kichererbsenmehl verschiedene Mehlsorten aufeinander. Hinzu kommen noch Sauerteig, Wasser, Olivenöl und Salz.

    «Im Ergebnis wird der Teig ganz besonders knusprig», erklärt Brandl. Durch seine lange Standzeit von etwa vier Tagen im Kühlschrank sei Pinsateig nach dem Verzehr leichter verdaulich als Hefeteig.

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