Köniz beantragt mehr Fahrten für Gebiet Juch Hallmatt
Die Gemeinde Köniz beantragt beim Kanton Bern eine höhere Fahrtenzahl für den Entwicklungsschwerpunkt «Arbeiten» im Raum Juch Hallmatt. Aus Sicht der Gemeinde ist eine Erhöhung nötig, damit noch unüberbaute Baufelder weiterentwickelt werden können.

Der Entwicklungsschwerpunkt liegt in der Nähe des Autobahnanschlusses Niederwangen. Er eignet sich laut Gemeinde für Nutzungen, die auf strassengebundenen Güter- und Individualverkehr angewiesen sind. Die gute Erreichbarkeit führe zu vergleichsweise kurzen Fahrten, ohne dass Wohnquartiere durchquert werden müssten.
Unter anderem entsteht im Gebiet Juch Hallmatt ein neues Zentrum der Berner Kantonspolizei mit rund 1400 Mitarbeitenden. Allein mit dem neuen Polizeizentrum sei das bestehende Fahrtenkontingent von 8000 Fahrten pro Tag weitgehend ausgeschöpft, wird Gemeindepräsidentin Tanja Bauer (SP) in einer Mitteilung der Gemeinde vom Montag zitiert.
Damit die Entwicklung der noch leeren Baufelder und die Ansiedlung von Unternehmen gelinge, müsse das Kontingent auf 12'000 Fahrten pro Tag erhöht werden, so die Forderung der Gemeinde. Eine Verschiebung der bestehenden oder noch vorgesehenen Nutzungen an einen weniger zentralen Standort würde längere Wege und einen höheren C02-Ausstoss mit sich bringen.
Ein höheres Fahrtenkontingent würde verkehrslenkende und bauliche Massnahmen nach sich ziehen. «Der Verkehr wird mit verhältnismässigen Massnahmen so organisiert, dass die Infrastruktur entlastet wird, der Verkehr flüssig gehalten wird und die umliegenden Wohnquartiere nicht mit zusätzlichem Verkehr belastet werden. Bei starkem Verkehrsaufkommen sind auch Möglichkeiten zur Bevorzugung des öffentlichen Verkehrs vorgesehen», wird der Könizer Gemeinderat Dominic Amacher (FDP) zitiert.
Des Weiteren sind im Paket Massnahmen enthalten, die für mehr Sicherheit im Velo- und Fussverkehr sorgen. Untersuchungen haben nach Angaben der Gemeinde zudem ergeben, dass die Bestimmungen zu Lärmimmissionen und zur Luftreinhaltung eingehalten würden.
Die neue Fahrtenzahl soll im kantonalen Richtplan festgesetzt werden. Stimmt der Kanton zu, kann sich die Bevölkerung voraussichtlich im Herbst 2026 im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung zur Teilrevision des kantonalen Richtplans äussern.
In dem Gebiet Juch Hallmatt befindet sich auch der Fachmarkt Bauhaus, um dessen Verkehrskontingent seit Jahren gestritten wird.






