Die Rosenkohlernte läuft gerade auf Hochtouren. Minustemperaturen helfen, denn Frost lässt einen Stoff verschwinden, den viele nicht mögen.
Rosenkohlstaude Ernte
Noch bis Januar läuft die heimische Rosenkohlernte auf Hochtouren. Wenn das Gemüse Frost abbekommen hat, ist es weniger bitter. - Rolf Vennenbernd/dpa/dpa-tmn

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Wintergemüse Rosenkohl polarisiert, vor allem wegen seiner Bitterstoffe.
  • Abhilfe bringt Frost vor der Ernte, der den Rosenkohl süsser und feiner werden lässt.
  • Auch Gewürze wie Kümmel, Anis oder Fenchel machen das Gemüse bekömmlicher.

Rosenkohl polarisiert – während einige Menschen nicht genug von dem Wintergemüse bekommen, haben andere eine grundsätzliche Abneigung.

Das könnte an den enthaltenen Bitterstoffen liegen, sieht die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) als Grund.

Doch da kommt Rosenkohlskeptikern die Grosswetterlage mit Schnee und Frost entgegen.

Winterfrost verwandelt Stärke in Zucker

«Nach den ersten Winterfrösten schmeckt Rosenkohl feiner und süsslicher, da sich dann ein Teil seiner Stärke in Zucker verwandelt hat», erklärt eine DGE-Sprecherin.

Rosenkohl Staude
Hat der Rosenkohl vor der Ernte Winterfrost abbekommen, schmeckt das Gemüse süsser. - Pixabay

Auch Gewürze wie Kümmel, Anis oder Fenchel würden den Rosenkohl bekömmlicher machen.

Da viele Kunden Rosenkohl nicht von selbst auswählen, packt beispielsweise der Online-Händler «Dein Bioshop» den Rosenkohl einfach mal als Vorschlag mit in die Gemüsekisten dazu.

«Dann kommen viele auf den Geschmack», so ein Sprecher.

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