Ferrari setzt auf Verbrenner: E-Ziele reduziert

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

Ferrari drosselt sein E-Tempo: Nur 20% E-Modelle bis 2030, dafür mehr Verbrenner & Hybride für höhere Gewinne. Das erste E-Modell kommt 2026!

Ferrari 12Cilindri
Der Ferrari 12Cilindri Spider fängt die pure Essenz des offenen Fahrvergnügens ein und begeistert mit der atemberaubenden Leistung seines V12-Saugmotors. - Alexander-93

Ferrari. Bei dieser Marke denkt wohl jeder an den unverwechselbaren Sound der hochgezüchteten Benziner aus Maranello. Doch in Zukunft weicht dieser vielleicht einem leisen Surren.

Nun schaltet Ferrari bei den Elektro-Plänen vorerst aber einen Gang zurück. Das Luxuslabel setzt wieder stärker auf Verbrenner und Hybrid.

Neue Strategie bei Italiens berühmtesten Rennpferden

Ferrari korrigiert seine Ziele für die Elektrifizierung. Bis 2030 plant die Marke nur noch mit 20 Prozent reiner E-Modelle.

Zuvor war man von 40 Prozent reinen Elektrofahrzeugen ausgegangen. Den Anteil von Hybrid-Modellen halten die Italiener bei 40 Prozent.

Das bedeutet im Klartext: Der Anteil der Verbrenner-Modelle steigt wieder stark an. Die berühmten V8, V12 und Co. machen dann also 40 Prozent der Produktpalette aus.

Fokus auf den Gewinn

Diesen Strategiewechsel sehen viele Marktanalysten positiv, da Verbrenner-Modelle Ferrari höhere Gewinnmargen bieten. Die Luxusmarke baut also weiterhin auf ihre profitabelsten Fahrzeuge.

Aktionäre begrüssen diesen Fokus auf die Rentabilität. Experten der Deutschen Bank sehen in diesem Schritt eine Stärkung der Finanzkraft. Ferrari bleibt damit die wertvollste Automarke Europas.

Das erste E-Modell kommt trotzdem

Trotz der reduzierten Ziele lanciert Ferrari sein erstes vollelektrisches Modell. Der Wagen trägt den schlichten Namen Elettrica.

Erste Details zum Ferrari Elettrica.

Er soll 2026 auf den Markt kommen und verspricht beeindruckende Leistung: Mit über 1000 PS Leistung soll der Sprint von 0 auf 100 km/h in rund 2,5 Sekunden gelingen.

Herausforderung E-Markt

Ferrari reagiert mit der Anpassung auf die Marktsituation, denn die Nachfrage nach teuren Elektro-Sportwagen wächst langsamer als erhofft. Auch andere Hersteller wie Maserati oder Lotus erleben dies und schrauben ihre Elektro-Ambitionen ebenfalls zurück.

Die Nische der Elektro-Supersportwagen bleibt vorerst klein. Ferrari zeigt damit eine realistische Haltung.

Was heisst das für die Schweiz?

Schweizer Kunden schätzen bei Ferrari traditionell den Sound und die Leistung der Verbrenner. Die neue Strategie erfüllt diese Erwartungen und sorgt dafür, dass die ikonischen Motoren länger bleiben.

Ferrari V12
Herzstück über Jahrzehnte: Der Ferrari V12-Motor. - Ferrari (Screenshot)

Gleichzeitig führt Ferrari die E-Technologie schrittweise ein. Das gibt Interessenten Zeit, sich an die neue Ära zu gewöhnen.

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Kommentare

User #3221 (nicht angemeldet)

Da ich in den letzten 60Jahren keinen Ferrari gekauft habe, werde ich weder E noch Benziner von Ferrari kaufen. Ich wünsche allen Ferrari -Fahrern weiterhin Emotionen ohne ende... (beim Weg von A nach B)

User #2216 (nicht angemeldet)

Ferrari hat ein echtes Problem, denn wenn es um Performance geht, kommt man an einem Elektroantrieb nicht mehr vorbei. Beispiel: das neuste Lotus Hypercar. Der ist leicht, unglaublich schön gemacht, hat 500 PS - pro Rad wohlgemerkt! Kein Ferrari, kein Bugatti oder sonst ein Hypercar kommt auch nur annähernd an die Fahrleistungen des neuen Lotus ran. Mit 9,2 Sek. aus dem Stand auf 300 km/h ist er auch wesentlich schneller wie ein Formel 1. Und ja, den kann man auch auf der Strasse fahren, einfach nicht im Trackmodus, der ist nur auf Rennstrecken verwendbar. Wer sich ein Bild machen will, schaut auf Youtube einfach das vor 2 Tagen erschienene Video von Thomas Geiger an. Einfach atemberaubend!

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