Ukraine Krieg: Ex-Biathlet schimpft gegen Ex-Kollegen

    Christoph Böhlen
    Christoph Böhlen

    Ukraine,

    Der ukrainische Spitzenbiathlet Dmytro Pidrutschnji kämpft für sein Land im Krieg. Und er ärgert sich heftig über zwei seine ehemaligen Kollegen.

    Biathlon Dmytro Pidrutschnji
    Bei den Olympischen Winterspielen stand Dmytro Pidrutschnji noch am Start – jetzt kämpft er für die Ukraine im Krieg. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ex-Biathlet Simon Fourcade hätte russischen Athleten nicht von Wettkämpfen ausgeschlossen.
    • Der Ukrainer Dmytro Pidrutschnji wird wegen diesen Aussagen richtig sauer.

    Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine haben etliche Sportarten beschlossen, keine russischen Athleten starten zu lassen. Zumindest nicht unter der Nationalflagge Russlands.

    Diese Entscheidung hat auch der internationale Biathlonverband IBU getroffen. Doch nicht alle Sportler verstehen diesen Beschluss.

    Simon Fourcade Ukraine Krieg
    Ex-Biathlet Simon Fourcade sorgt mit einem Interview für Aufsehen. - Keystone

    Der ehemalige französische Biathlet Simon Fourcade hat dem russischen Medium «Match TV» ein Interview gegeben. Dort erklärt er, dass er den Ausschluss der Russen für einen grossen Fehler hält.

    «Ich habe die Enttäuschung in den Augen der Trainer und Betreuer gesehen. Ich habe die Tränen der russischen Athleten gesehen», so Fourcade, der mittlerweile Junioren trainiert. «Das darf nicht passieren.»

    Verstehen Sie den Ärger von Dmytro Pidrutschnji?

    Diese Aussagen treffen den Ukrainer Dmytro Pidrutschnji empfindlich. Der ehemalige Biathlon-Weltmeister kämpft derzeit für sein Heimatland im Krieg. Und er hat eine klare Meinung zu Simon Fourcade und dessen Bruder Martin, ehemaliger Dominator des Sports.

    Martin Fourcade Ukraine Krieg
    Auch Martin Fourcade wird heftig kritisiert. - Keystone

    «Martin und Simon, fahrt zur Hölle. Ich hoffe, dass eure Kinder niemals den Schmerz spüren werden, den ukrainische Kinder erfahren haben. Kinder, die gesehen haben, wie ihre Mütter vergewaltigt und ihre Angehörigen getötet wurden», so Pidrutschnji.

    Biathlon
    Ex-Biathlet kämpft in seiner ukrainischen Heimat. - instagram/dmytro.pidruhnyi

    Dazu teilt er ein Bild von sich in Kampfausrüstung. Und ein Video, in dem eine tote Frau in ein Massengrab geworfen wird.

    Zudem bereue er es, dass er bei der Wahl für die NOC-Kommission für Martin Fourcade gestimmt habe. «Es tut mir leid, dass sich so grossartige Athleten als beschissene Leute herausgestellt haben.»

    Das lässt Martin Fourcade nicht auf sich sitzen. Er erklärt, sein Name sei Martin – und er habe in letzter Zeit kein Interview gegeben.

    «Ich verstehe deine Wut und deine Traurigkeit. Aber das gibt dir nicht das Recht, jemanden zu beleidigen, weil du nicht mit seinem Bruder bist», so Fourcade. Für ihn ist klar: «Ich bedauere natürlich die Angriffe auf die Ukraine!»

    Weiterlesen

    ukraine krieg
    24 Interaktionen
    Folge des Krieges
    Ukraine-Konflikt
    16 Interaktionen
    Bei Russen-Angriff

    MEHR IN SPORT

    YB Fassnacht Schweizer Nati
    3 Interaktionen
    Bei Sieg in Luzern
    Schweizer Nati Yakin PK
    3 Interaktionen
    Aufstieg winkt
    FC St.Gallen
    Gute Jahres-Bilanz

    MEHR UKRAINE KRIEG

    russland ukraine
    11 Interaktionen
    Wegen Oligarchen
    Robert Fico slowakischer Ministerpräsident
    74 Interaktionen
    Bratislava
    Trump
    84 Interaktionen
    Ukraine-Krieg
    Russland Aussenminister Sergej Lawrow
    68 Interaktionen
    Ukraine-Krieg

    MEHR AUS UKRAINE

    Präsident Selenskyj 2027
    15 Interaktionen
    Hilfe
    ukraine merz Selenskyj
    26 Interaktionen
    «Tempo»
    22 Interaktionen
    Kiew
    112 Interaktionen
    Kiew