Trumps Forderung im Ukraine-Krieg spaltet die Republikaner
US-Präsident Trump fordert Selenskyj auf, den Ukraine-Krieg zu beenden. Parteikollege Bacon nennt das auf X schlicht «peinlich».

Trump fordert Selenskyj auf, den Ukraine-Krieg schlicht zu «beenden». Das sorgt für offene Kritik aus den eigenen Reihen, wie die «Frankfurter Rundschau» berichtet.
Der republikanische Kongressabgeordnete Don Bacon aus Nebraska bezeichnete Trumps Wortwahl in einem X-Post als beschämend. Der pensionierte Brigadegeneral der Luftwaffe warf dem Weissen Haus vor, «moralische Zweideutigkeit» in Bezug auf den Konflikt zu erzeugen.
«Es ist Putin, der diesen Krieg begonnen hat und die Invasion durchführt. Gebt Putin die Schuld. Das ist peinlich.»
Ukraine-Krieg: Trump stellt Selenskyj in die Pflicht
Die Kritik folgte auf Aussagen Trumps vom Mittwoch. Der 80-Jährige war von Reportern zu seinem Treffen mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj in Washington befragt worden.
Trump erklärte dabei, er komme mit beiden Seiten klar und habe Selenskyj klar mitgeteilt, was er wolle. Laut «Frankfurter Rundschau» sagte Trump: «Ich will, dass er den Krieg beendet, den Krieg beendet.»
Zudem verwies Trump auf die Opferzahlen und bezeichnete den monatlichen Tod von rund 25'000 Menschen als nicht akzeptabel. Er bekräftigte, er habe Selenskyj aufgefordert, den Ukraine-Krieg einfach zu beenden.
Weisses Haus verteidigt Trumps Haltung
Ein Regierungsvertreter wies laut der «Frankfurter Rundschau» die Kritik zurück und betonte Trumps humanitäre Motivation. Der Vertreter erklärte, die USA seien das einzige Land der Welt, das eine konstruktive Vermittlerrolle spielen könne.
Bacon seinerseits ist keine vereinzelte Stimme im Ukraine-Krieg. Der Abgeordnete, der nicht mehr kandidiert und sein Amt im Januar niederlegen wird, hat wiederholt Trumps Russland-Rhetorik infrage gestellt.
Bacon hatte bereits zuvor gewarnt, Trump scheine Putin beschwichtigen zu wollen, wie der «Focus» berichtete. Bacon forderte damals entschiedeneres Handeln des Westens.
Bacon steht für moralische Klarheit
Bacon hatte laut «hna.de» schon früher betont, dass ein Friedensabkommen Aggression nicht belohnen dürfe.

Er warnte zudem, Druck auf Kiew zu territorialen Zugeständnissen sei moralisch und faktisch falsch.
Über den Ukraine-Krieg hinaus hat Bacon häufig die NATO und traditionelle Bündnisse der USA verteidigt. Er kritisierte Trumps Äusserungen über Grönland und warnte, Drohungen gegenüber engen Partnern würden das transatlantische Vertrauen untergraben.
















