Russland beschiesst Frachter vor Odessa mit Drohnen

Esada Kunic
Esada Kunic

Ukraine,

Russland hat mit Kampfdrohnen erneut zivile Frachter nahe Odessa attackiert. Ein Kapitän kam dabei ums Leben, drei weitere Besatzungsmitglieder wurden verletzt.

Odessa frachter
Der Seekrieg weitet sich aus: Russland attackiert erneut zivile Frachter nahe Odessa. (Symbolbild) - keystone

Das russische Militär hat mindestens drei zivile Frachter im Schwarzen Meer vor Odessa mit Drohnen angegriffen.

Wie «web.de» berichtet, kam dabei der Kapitän eines der betroffenen Schiffe ums Leben.

Sollte die internationale Gemeinschaft den Schutz ziviler Frachter im Schwarzen Meer stärker durchsetzen?

Von insgesamt elf Besatzungsmitgliedern an Bord wurden drei verletzt. Die angegriffenen Schiffe fuhren laut Militärgouverneur Oleh Kiper unter den Flaggen Tansanias und Liberias.

Weitere Angriffe noch am selben Abend

Am späteren Abend meldete Kiper einen zweiten Angriffswelle auf Hafenanlagen im Gebiet Odessa. Dabei seien zwei weitere Menschen getötet worden, berichtet «web.de».

Ein Frachter unter der Flagge der Marshallinseln sei durch einen Drohnenangriff beschädigt worden. An Bord sei ein Brand ausgebrochen.

Auch eine Industrieanlage wurde getroffen. Wobei ein Reservoir mit Sonnenblumenöl in Flammen aufging.

Moskau bestätigt die Angriffe auf Frachter nahe Odessa

Das russische Verteidigungsministerium räumte die Angriffe per Telegram-Mitteilung ein, wie «web.de» berichtet.

Laut Moskau seien zwei Trockenfrachter auf dem Weg nach Odessa sowie drei ankernde Schiffe im Hafen mit Kampfdrohnen beschossen worden.

Die russische Seite behauptete, die Frachter hätten militärisches Material für die Ukraine transportiert. Unabhängig überprüfen liessen sich diese Angaben nicht.

Eskalation im Seekrieg

Die jüngsten Angriffe auf Frachter vor Odessa sind Teil einer deutlichen Eskalation im Seekrieg.

Wie der «ORF» analysiert, hatte die Ukraine in den Tagen zuvor verstärkt russische Schiffe im Asowschen Meer mit Drohnen angegriffen.

odessa frachter
Nach ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Schiffe schlägt Moskau zurück und trifft Frachter vor Odessa. (Symbolbild) - keystone

Laut dem Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, wurden dabei insgesamt 116 Schiffe in neun Tagen getroffen. Darunter befanden sich Tanker, Frachtschiffe sowie ein Schlepper.

Russland weitet Gegenschläge aus

Als Reaktion auf Attacken im Asowschen Meer dehnte Russland seine Angriffe auf Schiffe aus, die den Hafen Odessa anlaufen.

Dies bestätigt auch die Meldungsagentur dpa-AFX, wie das Finanzportal «onvista» wiedergibt.

Nach ukrainischen Angaben wurden seit Beginn dieser Eskalation über 100 Schiffe angegriffen. Der Schiffsverkehr im Asowschen Meer ist seit Freitag laut Insidern eingeschränkt, so der «ORF».

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Kommentare

User #1236 (nicht angemeldet)

Russland verliert den Krieg und greift nun lieber Zivilisten an.

User #5947 (nicht angemeldet)

Als die Ukraine letzte Woche behauptete, 90 Schiffe versenkt zu haben, davon real kein einziges, war der Jubel in der Ze-Bubble gross. Jetzt jammern sie aber.

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