Ukraine-Krieg kostet Russland nun seinen grössten Vorteil
Im Ukraine-Krieg trifft die Drohnenstrategie Kiews Russland empfindlich. Die Ölindustrie steht unter massivem Druck – und China sendet eine klare Botschaft.

Russland galt im Ukraine-Krieg lange als unverwundbar tief im Hinterland.
Mit dem wachsenden Drohnenarsenal Kiews hat sich das grundlegend geändert, wie «T-Online» berichtet.
Selbst die Raffinerie in Omsk, rund 2400 Kilometer von ukrainischem Territorium entfernt, wurde am 6. Juli 2026 erstmals getroffen.
Raffinieriekapazität bricht massiv ein
Die Intensität der ukrainischen Angriffe auf russische Ölanlagen hat in diesem Jahr deutlich zugenommen. Laut «sn.at» sind die russischen Raffinieriekapazitäten durch die Drohnenattacken um rund 40 Prozent eingebrochen.
Vasily Astrov vom Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche sagt: «Das ist wahrscheinlich das erste Mal überhaupt seit viereinhalb Jahren, dass breite Bevölkerungsschichten die Auswirkungen des Krieges selber spüren.»
Von Angriffen verschont geblieben sind bisher nur zwei der 13 wichtigsten russischen Raffinerien. Beide Anlagen liegen im östlichen Sibirien und damit noch ausserhalb der Reichweite ukrainischer Drohnen.
Treibstoffkrise erreicht die Front
Die Folgen treffen mittlerweile auch Russlands Militär direkt. Laut «T-Online» gelten Fernstrassen im besetzten Süden der Ukraine seit Wochen als gefährliche Zone für russische Militär- und Tanklastwagen.
Der ukrainische Armeechef Oleksandr Syrskyj berichtete, dass Russland «nur noch an höchstens sechs oder sieben Frontabschnitten» Offensiven führe. Verglichen mit zuvor 13 Abschnitten.
Energieexperte John Gawthrop von Argus Media warnt in «Business Insider»: «Sollten die Ukrainer die Dynamik ihrer Angriffe aufrechterhalten können, könnte sich daraus die bislang schwerste Krise entwickeln.»
Ukraine-Krieg: China zieht eine rote Linie
Parallel dazu gewinnt die diplomatische Dimension an Gewicht. Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete nach dem Nato-Gipfel in Ankara, China habe Russland «eine Art Ultimatum» gestellt, wie «T-Online» meldet.

Laut Selenskyj habe Peking klar gemacht, «dass über den Einsatz von Atomwaffen keinerlei Diskussion stattfinden darf». Er stützte sich dabei auf Informationen europäischer Diplomaten mit Kontakten nach China.
Der Ukraine-Krieg bleibt trotz dieser Entwicklungen für Kiew weiterhin dramatisch belastend. Laut «T-Online» fehlen der Ukraine ausreichend Patriot-Abfangraketen, um Städte und Militäreinrichtungen gleichermassen vor russischen Angriffen zu schützen.
















