Bryce Bennett krönt sich in Gröden sensationell zum Abfahrts-Sieger. Auch Niels Hintermann steht überraschend auf dem Podest – Beat Feuz wird Fünfter.
Niels Hintermann
Was für ein Erfolg: Niels Hintermann schafft es in Gröden aufs Treppchen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Bryce Bennett fährt in Gröden völlig überraschend die beste Zeit.
  • Nur knapp dahinter landet Niels Hintermann sensationell auf dem dritten Platz.
  • Aleksander Kilde scheidet aus – Beat Feuz wird Fünfter.

In Gröden legt Startfahrer Otmar Striedinger eine starke Zeit in den Schnee, an der sich folgende Fahrer die Zähne ausbeissen. Der erste Schweizer Fahrer Niels Hintermann kann aber gut mithalten und verliert nur 18 Hundertstel auf den Österreicher.

Damit bleibt der Schweizer im Spitzenduo, bis Bryce Bennett als zehnter Fahrer eine neue Bestzeit aufstellt. Dem Amerikaner gelingt eine tolle Fahrt, die sogar noch 14 Hundertstel schneller als jene von Striedinger ist.

Favorit Aleksander Kilde scheidet aus

Als Nächstes kommt der gestrige Super-G-Sieger Aleksander Kilde. Als Sieger der letzten Abfahrt geht er mit viel Selbstvertrauen ins Rennen und nimmt volles Risiko. Dieses lässt ihn mit bester Zwischenzeit ausscheiden, weil er mit seiner engen Linie die Einfahrt verpasst.

Aleksander Kilde
Aleksander Kilde startet hervorragend, fährt dann aber am Tor vorbei. - Keystone

Weil Dominik Paris insgesamt vier Zehntel verliert, bleibt Hintermann auch nach dem nächsten Gradmesser auf einem Podestplatz. Als nächstes startet aber sein Landsmann Beat Feuz.

Beat Feuz verspielt Podest mit Fehler im Mittelteil

Dieser hält den Rückstand oben in Grenzen und geht dann zwei Zehntel in Führung. Doch genau an der Einfahrt, die Kilde zum Verhängnis wurde, kommt auch Feuz von seiner Linie ab. Dadurch verliert er zu viel Zeit, um noch um den Sieg mitfahren zu können. Er kämpft sich aber zurück und kommt mit dem fünften Zwischenrang ins Ziel.

Beat Feuz
Beat Feuz kommt gut ins Rennen und hält den Rückstand klein.
Beat Feuz
Bei der vierten Zwischenzeit übernimmt er dann die Führung.
Beat Feuz
Doch im Anschluss an einen Sprung verlässt Beat Feuz die optimale Linie deutlich.
Beat Feuz
Im Ziel liegt Beat Feuz 0,47 Sekunden zurück und verpasst das Podest damit.

Auch die nachfolgenden Topfahrer wie Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer kommen nicht ans überraschende Spitzentrio heran. Selbst mit der Fahrt von Feuz kann keiner mehr mithalten, alle nachfolgenden Fahrer verlieren viel Zeit.

Niels Hintermann auf Überraschungs-Podest

So kommt es zu einem völlig überraschenden Podest. Bryce Bennett – bis dahin noch nie auf einem Podest – gewinnt die Abfahrt auf der Saslong. Dahinter wird Striedinger sensationeller Zweiter. Der Schweizer Niels Hintermann fährt als Dritter erstmals in seiner Karriere auf ein Abfahrts-Podest.

Bryce Bennett
Bryce Bennet kann sein Glück kaum fassen: Er fährt seinen ersten Weltcup-Sieg ein. - Keystone

Damit kann sich die Schweiz am Ende gleich über zwei Fahrer in den besten fünf freuen. Dies, obwohl mit Marco Odermatt einer der Top-Fahrer fehlt. Der junge Nidwaldner ist für den morgigen Riesenslalom bereits nach Alta Badia gereist.

Ein tolles Resultat gelingt auch Yannick Chabloz. Der junge Schweizer fährt mit Startnummer 43 sensationell auf Platz 13. Ebenfalls in die Punkte schafft es Lars Rösti mit Startnummer 50.

Die besten fünf Fahrer

1. Bryce Bennett (USA) 2:02,42

2. Otmar Striedinger (AUT) +0,14

3. Niels Hintermann (SUI) +0,32

4. Dominik Paris (ITA) +0,40

5. Beat Feuz (SUI) +0,47

Die weiteren Schweizer

13. Yannick Chabloz +0,91

24. Lars Rösti +1,56

25. Gilles Roulin +1,57

26. Stefan Rogentin +1,58

35. Alexis Monney +2,06

39. Urs Kryenbühl +2,36

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