Olympia 2026 – Tirinzoni: «Enttäuschung grösser als Freude»

Matthias Neuhaus
Matthias Neuhaus

Italien,

Wie schon in Peking müssen sich die Schweizerinnen bei Olympia 2026 den Schwedinnen beugen. Silvana Tirinzoni & Co. dürfen sich trotzdem über Silber freuen.

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Silvana Tirinzoni nach dem Olympia-Final: «Enttäuschung über verpasstes Gold ist grösser als Freude über Silber.» - SRF

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweizer Curlerinnen holen Olympia-Silber.
  • Im Final gegen Schweden setzt es eine 5:6-Niederlage ab.
  • Damit geht das Warten auf die erste Goldmedaille weiter.

Die Schweizer Curlerinnen verpassen Olympia-Gold und müssen sich in Italien mit Silber begnügen. Im Final unterliegt das Team vom CC Aarau den starken Schwedinnen.

Olympia 2026
Tränen bei der Schweizerinnen nach dem Silber-Gewinn bei Olympia 2026. - keystone

Der Frust bei Skip Silvana Tirinzoni ist gross. «Jetzt gerade ist die Enttäuschung sicher grösser als die Freude über Silber», sagt sie im SRF-Interview (Video oben).

Man habe den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht. «Und Schweden hat hervorragend gespielt. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als ihnen zu gratulieren», so Tirinzoni.

Ausgeglichene Partie

Schon im ersten End gerät die Schweiz mit 0:2 in Rückstand. Dann liegt man lange mit 1:3 zurück. Im sechsten End gelingt dann aber ein Zweierhaus und damit der 3:3-Ausgleich.

Olympia 2026
Die Schweizerinnen beraten sich im Curling-Final von Olympia 2026. - keystone

In der Folge entwickelt sich ein enges Spiel. Im achten End dann der Rückschlag. Die Schwedinnen stehlen einen Stein und ziehen auf 5:3 davon.

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In den letzten zwei Ends schaffen Tirinzoni & Co. den Turnaround nicht mehr. Am Ende müssen sie sich mit 5:6 geschlagen geben.

Man blicke auf eine sehr emotionale Woche zurück, so Skip Tirinzoni. «Jetzt haben wir Silber. Ich glaube schon, dass wir uns irgendwann darüber freuen werden. Aber im Moment ist es gerade hart.»

Schweden-Trauma geht weiter

Die Revanche misslingt also. Zur Erinnerung: Schon vor vier Jahren in Peking mussten sich die Schweizerinnen gegen Schweden geschlagen geben. Damals ging es um Bronze.

Olympia 2026
Für Selina Witschonke und die Schweiz gibt es an Olympia 2026 Silber. - keystone

Und auch in der Round Robin setzte es bei der diesjährigen Ausgabe eine 4:6-Niederlage ab. Das Schweden-Trauma geht also weiter!

Trotz der Enttäuschung über die verpasste Goldmedaille darf sich das Schweizer Team an Olympia 2026 über Silber freuen.

Kommentare

User #1168 (nicht angemeldet)

Der zweite Platz ist der erste Platz der Verlierer.

User #3289 (nicht angemeldet)

Auch ich verstehe es nicht. Früher hiess es, dabei sein ist alles und heute gilt nur noch die Goldmedaille etwas. Sind wir so dekadent und verwöhnt, dass wir uns nicht mal über eine Silbermedaille freuen. Es gibt genug Sportler bei dieser Olympiade, die hart trainiert haben und wegen hundertstel Sekunden keine Chance auf eine Medaille hatten, die würden eine Silberne mit Kusshand nehmen. Silvana hat mit ihrem Team schon so viel gewonnen, da sollte man auch mal einem Gegner etwas gönnen. Zum Weinen gibt und gab es keinen Grund. Es geht jedoch wieder ums Geld. Mit einer Goldenen bekommt man sicher zusätzliche Sponsoren, die Geld investieren, somit ist der Profit wichtiger, als die sportliche Leistung.

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