Bringt Marco Odermatt den ewigen Streif-Rekord ins Wanken?
Am Samstag jagt Marco Odermatt seinen ersten Abfahrtssieg auf der Streif. Das erste Training zeigt: Der fast 30-jährige Streckenrekord könnte heuer fallen!

Das Wichtigste in Kürze
- Giovanni Franzoni stellt beim ersten Kitzbühel-Training eine starke Zeit auf.
- Er bleibt nur knapp eine Sekunde über Fritz Strobls Streckenrekord von 1997.
- Der Abfahrts-Klassiker mit Marco Odermatt und Co. startet am Samstag um 11.30 Uhr.
Im ersten Kitzbühel-Training hält sich Marco Odermatt noch zurück: Der Schweizer verliert als Zwölfter 1,42 Sekunden auf den formstarken Italiener Giovanni Franzoni.
Dieser setzt sich vor Landsmann Christof Innerhofer durch, Alexis Monney (+0,42) wird als bester Schweizer Vierter.

Odis Ziel für Samstag ist klar: Der Abfahrts-Sieg auf der legendären Streif fehlt dem 28-Jährigen noch. Und Odermatt ist in Form, er gewinnt nach dem Sieg beim Adelboden-Riesen auch die Abfahrt in Wengen. Und überholt mit seinem vierten Triumph Beat Feuz.
Doch in Kitzbühel könnte nicht nur der erste Odi-Sieg warten – sondern auch ein neuer Streckenrekord.

«Da könnte er schwitzen am Samstag»
Dieser wird seit 1997 (!) von Fritz Strobl (53) gehalten. 1:51,58 Minuten ist seit bald 30 Jahren die magische Marke. Diese konnten auch Didier Cuche (5 Siege) oder Beat Feuz (3 Siege) nicht knacken.
Im ersten Training ist Giovanni Franzoni mit 1:52,87 Minuten nur rund eine Sekunde langsamer. «Da könnte er schwitzen am Samstag», sagt Vincent Kriechmayr nach dem Training über seinen Landsmann.

Wackelt der Rekord also? «Mit der Bewegung am Hang wird es nicht leichter», so Kriechmayr bei der «Krone». «Aber es wird auch das Material schärfer werden und die Athleten werden mehr attackieren.»
Strobl meinte einst Jahre nach seinem Sieg: «Das war die schnellste Streif aller Zeiten.» Möglich, dass sich das am kommenden Samstag ändert. Für Marco Odermatt und seine Kollegen geht es um 11.30 Uhr los.
















