Eigentlich wollte Severin Lüthi (45) in einen Berner Tennisclub investieren. Dieses Vorhaben hat der Trainer von Roger Federer nun vorzeitig beendet.
Severin Lüthi Roger Federer
Severin Lüthi und Roger Federer in Melbourne 2017. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der TC Neufeld in Bern soll in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden.
  • Das sorgt bei den Mitgliedern des Traditionsclubs für viel Unruhe.
  • Nun hat mit Severin Lüthi einer der Investoren seine Pläne geändert.

Schlechte Nachrichten für den TC Neufeld. Der traditionsreiche Berner Tennis-Club verliert mit Severin Lüthi nicht nur einen Investor, sondern auch sein Aushängeschild für die geplante Umwandlung des gemeinnützigen Clubs in eine AG.

Wie die Zeitung «Der Bund» berichtet, habe der Coach von Roger Federer diese Entscheidung nach Rücksprache mit der Stadt Bern getroffen. Der 45-Jährige sei zuvor von der Kritik der Club-Mitglieder zu den Plänen überrascht worden.

Severin Lüthi Roger federer
Severin Lüthi zieht seine Investionspläne beim TC Neufeld zurück. - keystone

Die Club-Mitglieder, die momentan im Exil spielen müssen, stimmen diesem Vorhaben nämlich nicht geschlossen zu. Es gibt viel Kritik gegen die Investoren-Pläne – vor allem seitens Junioren-Eltern. Die Investoren würden künftig alles bestimmen, die Mitglieder des Vereins hätte nichts mehr zu sagen, heisst es.

Mitglieder stimmen Mitte Dezember ab

Der TC Neufeld wittert nun eine kleine Verschwörung, schreibt auf der Website: «Leider hat sich eine kleine Gruppe von Umwandlungs-GegnerInnen zu einer hetzerischen Kampagne in der Presse verleiten lassen.»

Sie hätten sich dazu die Unterstützung eines Journalisten geholt, der in einem Zeitungsartikel versuche, gegen Präsident Tom Kummer nachzutreten. Gemeint ist die NZZ am Sonntag.

Tom Kummer
Tom Kummer ist seit 2018 Präsident des TC Neufeld. Er erfand früher als Journalist Interviews. - Keystone

Kummer selber ist alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. In den 90er Jahren hat er als Journalist in den USA Interviews mit Promis und Reportagen angeliefert. Dafür wurde er gefeiert. Dumm nur, dass die Stories alle frei erfunden waren. Das schadet der Glaubwürdigkeit auch Jahre später. Aktuell lässt sich Kummer jährlich 15'000 Franken für «das Management während der Exilphase» auszahlen.

Noch haben die Mitglieder die Möglichkeit, sich gegen die Umwandlungspläne auszusprechen. Die Stadt ist dagegen: Die Vertreter der Stadt Bern halten wenig von einer möglichen Übernahme und den Plänen den Investoren, schreibt «Der Bund».

Am 16. November wird bei der ausserordentlichen GV darüber abgestimmt.

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