Mehr Unfälle: Kanton Bern sind bei E-Trottis die Hände gebunden
Der Berner Kantonsregierung sind bei der Regulierung von trendigen Fahrzeugen wie E-Trottinetts die Hände gebunden. Das geht aus ihrer Antwort auf einen Vorstoss hervor, der sich eine stärkere Regulierung zur Unfallprävention wünscht.

Mitglieder aus SVP, GLP, Mitte, Grünen und SP wollten vom Regierungsrat mittels Interpellation wissen, wie der Anstieg an Unfällen mit Trendfahrzeugen wie elektrischen Trottinetts und Rollern gebremst werden könnte.
Die Kantone können die Vorschriften gar nicht selber anpassen, lautete die Antwort der Regierung. Eine Verschärfung des gesetzlichen Mindestalters, eine Registrierungspflicht oder auch Sanktionen müssten auf nationaler Ebene beschlossen werden.
Seit 2018 legt die Kantonspolizei bei der E-Mobilität ihren Schwerpunkt auf die Prävention, wie die Regierung weiter schrieb. Sie möchte an dieser Strategie festhalten und sie situativ ausbauen. Weiter gehöre die Überwachung und Kontrolle des Langsamverkehrs zum täglichen Aufgabengebiet der Polizei.
Die Regierung erkennt bei Unfällen mit E-Trottinetts und E-Rollern auch im Kanton Bern einen klaren Aufwärtstrend. Gründe für den Anstieg liegen in ihren Augen unter anderem in der zunehmenden Verbreitung dieser Fahrzeuge im Strassenverkehr.
Die Entwicklung in Bern gleicht dem nationalen Trend. Gemäss der Beratungsstelle für Unfallverhütung stieg 2024 die Zahl der durch E-Trottinetts, E-Scooter und Kickboards verursachten Unfälle schweizweit um 223 Prozent auf 621 an, wie die Interpellantinnen und Interpellanten schrieben.
Drei Viertel dieser Unfälle waren selbstverursacht, vierzig Prozent davon entstanden unter Alkoholeinfluss.






