French Open: Dieser Federer-Fan (19) beendet Djokovics Rekord-Traum
Brasiliens Tennis-Juwel João Fonseca ringt Novak Djokovic an den French Open in fast fünf Stunden nieder. Nicht zum ersten Mal sorgt der Teenager für Aufsehen.

Das Wichtigste in Kürze
- João Fonseca schaltet in der dritten Runde von Roland Garros Novak Djokovic aus.
- Der Teenager aus Brasilien gilt als eines der grössten Talente des Sports.
- Fonseca ist Federer-Fan und amtierender Basel-Champion.
Wahnsinn in Paris! João Fonseca dreht gegen Novak Djokovic einen 0:2-Satzrückstand und siegt im Drittrundenspiel der French Open nach knapp fünf Stunden.
Der erst 19-jährige Brasilianer steigert sich auf dem Court Philippe-Chatrier immer mehr und brilliert mit Power-Tennis. Für Aufsehen sorgt vor allem die wuchtige Vorhand, mit der er Djokovic Mal für Mal ins Leere laufen lässt.
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— Roland-Garros (@rolandgarros) May 29, 2026
Das Marathon-Spiel beendet Fonseca – nach einem Breakball gegen sich – mit drei Assen in Serie. Damit macht er seiner Mutter, die im Stadion mitfiebert, das wohl speziellste Geburtstagsgeschenk.
Steiler Aufstieg
Auf der grössten Tennis-Bühne sorgte der bekennende Federer-Fan erstmals an den Australian Open 2025 für Aufsehen. In Melbourne schaltete Fonseca überraschend den Russen Andrej Rublev in drei Sätzen aus.
Der damals 18-Jährige wurde schnell als «nächster Alcaraz» bezeichnet. Wenige Wochen nach Melbourne folgte in Buenos Aires der erste ATP-Turniersieg.
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Der Hype um den Brasilianer führte später dazu, dass Novak Djokovic im August im Rahmen der US Open witzelte: «Mein Plan für nach dem Karriere-Ende ist, João Fonseca zu trainieren. Ich werde sehr teuer für ihn sein. Also – sei(d) bereit!»
Sieg in Federers Heimat
Fonsecas zweiter Turniersieg auf ATP-Stufe folgte im vergangenen Herbst bei den Swiss Indoors in Basel.
Der Triumph in der Heimat Federers war für den Brasilianer besonders speziell: «Seit ich klein bin, habe ich dieses Turnier immer geschaut. Ich habe Federer hier zehnmal gewinnen sehen. Es ist eine grosse Freude, jetzt selbst auf diesem Platz zu spielen.»

In Paris sorgt das Toptalent, das die von Federer unterstützte Schweizer Sportmarke On trägt, nun ein weiteres Mal für Furore. «Heute haben wir alle gesehen, wieso es einen Hype um ihn gibt. Das Level war unglaublich», sagt der geschlagene Djokovic.
Djokovic nutzt Favoriten-Aus nicht
Für den Serben dürfte Roland Garros 2026 als verpasste Chance auf den 25. Grand-Slam-Titel in Erinnerung bleiben.
In den letzten Jahren standen dem 39-Jährigen bei den Majors jeweils Carlos Alcaraz und Jannik Sinner vor der Sonne. Der Spanier fehlt an den French Open aber verletzt und die Weltnummer 1 aus Italien scheiterte am Donnerstag überraschend früh.

Der erste Grand-Slam-Sieg seit den US Open 2023 schien für den «Djoker» deshalb realistischer als auch schon. Mit Titel Nummer 25 wäre Djokovic geschlechterübergreifend der alleinige Rekordhalter – aufseiten der Frauen steht auch Margaret Court bei 24 Einzel-Grand-Slam-Siegen.
Chancen für Aussenseiter an French Open
Durch das Fehlen der drei grössten Namen präsentieren sich die French Open fortan unberechenbarer denn je. Nach sechs Tagen Roland Garros ist klar: In Paris wird ein neuer Grand-Slam-Champion gekürt.
Die Tür öffnet sich nicht nur für die Weltnummer 3 Alexander Zverev, sondern auch für viele jüngere Spieler – allen voran João Fonseca.
















