French Open

French Open: Dieser Federer-Fan (19) beendet Djokovics Rekord-Traum

Nicola Wittwer
Nicola Wittwer

Frankreich,

Brasiliens Tennis-Juwel João Fonseca ringt Novak Djokovic an den French Open in fast fünf Stunden nieder. Nicht zum ersten Mal sorgt der Teenager für Aufsehen.

French Open João Fonseca
Kann den Sieg gegen Novak Djokovic an den French Open kaum fassen: João Fonseca. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • João Fonseca schaltet in der dritten Runde von Roland Garros Novak Djokovic aus.
  • Der Teenager aus Brasilien gilt als eines der grössten Talente des Sports.
  • Fonseca ist Federer-Fan und amtierender Basel-Champion.

Wahnsinn in Paris! João Fonseca dreht gegen Novak Djokovic einen 0:2-Satzrückstand und siegt im Drittrundenspiel der French Open nach knapp fünf Stunden.

Der erst 19-jährige Brasilianer steigert sich auf dem Court Philippe-Chatrier immer mehr und brilliert mit Power-Tennis. Für Aufsehen sorgt vor allem die wuchtige Vorhand, mit der er Djokovic Mal für Mal ins Leere laufen lässt.

Das Marathon-Spiel beendet Fonseca – nach einem Breakball gegen sich – mit drei Assen in Serie. Damit macht er seiner Mutter, die im Stadion mitfiebert, das wohl speziellste Geburtstagsgeschenk.

Steiler Aufstieg

Auf der grössten Tennis-Bühne sorgte der bekennende Federer-Fan erstmals an den Australian Open 2025 für Aufsehen. In Melbourne schaltete Fonseca überraschend den Russen Andrej Rublev in drei Sätzen aus.

Der damals 18-Jährige wurde schnell als «nächster Alcaraz» bezeichnet. Wenige Wochen nach Melbourne folgte in Buenos Aires der erste ATP-Turniersieg.

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Novak Djokovic spricht darüber, was er nach seinem Karriereende tun möchte. - X@usopen

Der Hype um den Brasilianer führte später dazu, dass Novak Djokovic im August im Rahmen der US Open witzelte: «Mein Plan für nach dem Karriere-Ende ist, João Fonseca zu trainieren. Ich werde sehr teuer für ihn sein. Also – sei(d) bereit!»

Sieg in Federers Heimat

Fonsecas zweiter Turniersieg auf ATP-Stufe folgte im vergangenen Herbst bei den Swiss Indoors in Basel.

Der Triumph in der Heimat Federers war für den Brasilianer besonders speziell: «Seit ich klein bin, habe ich dieses Turnier immer geschaut. Ich habe Federer hier zehnmal gewinnen sehen. Es ist eine grosse Freude, jetzt selbst auf diesem Platz zu spielen.»

João Fonseca Roger Federer
João Fonseca traf Vorbild Roger Federer letzten Herbst im Rahmen des Laver Cup. - Instagram/joaoffonseca

In Paris sorgt das Toptalent, das die von Federer unterstützte Schweizer Sportmarke On trägt, nun ein weiteres Mal für Furore. «Heute haben wir alle gesehen, wieso es einen Hype um ihn gibt. Das Level war unglaublich», sagt der geschlagene Djokovic.

Djokovic nutzt Favoriten-Aus nicht

Für den Serben dürfte Roland Garros 2026 als verpasste Chance auf den 25. Grand-Slam-Titel in Erinnerung bleiben.

In den letzten Jahren standen dem 39-Jährigen bei den Majors jeweils Carlos Alcaraz und Jannik Sinner vor der Sonne. Der Spanier fehlt an den French Open aber verletzt und die Weltnummer 1 aus Italien scheiterte am Donnerstag überraschend früh.

Novak Djokovic
Für Novak Djokovic sind die French Open früh beendet. - keystone

Der erste Grand-Slam-Sieg seit den US Open 2023 schien für den «Djoker» deshalb realistischer als auch schon. Mit Titel Nummer 25 wäre Djokovic geschlechterübergreifend der alleinige Rekordhalter – aufseiten der Frauen steht auch Margaret Court bei 24 Einzel-Grand-Slam-Siegen.

Chancen für Aussenseiter an French Open

Durch das Fehlen der drei grössten Namen präsentieren sich die French Open fortan unberechenbarer denn je. Nach sechs Tagen Roland Garros ist klar: In Paris wird ein neuer Grand-Slam-Champion gekürt.

Die Tür öffnet sich nicht nur für die Weltnummer 3 Alexander Zverev, sondern auch für viele jüngere Spieler – allen voran João Fonseca.

Gewinnt João Fonseca die French Open?

Kommentare

User #3578 (nicht angemeldet)

Hat Djoker zu viel Kraft fürs tanzen gebraucht?

User #4796 (nicht angemeldet)

Das mit Sinner gestern habe ich kommen sehen. Erstens spielt er nicht gerne in der Hitze. Und zum Anderen hat er so viele Finals gespielt und gewonnen in den letzten Wochen. Jetzt hat ihm sein Körper gezeigt, dass es zu viel war. Hätte ihm ei Weiterkommen in die nächste Runde von ❤️ gegönnt, finde ihn den symphatischten Spieler von allen. Und dass er weitergespielt hat und unter diesen schlimmen Umständen kein Walkover genommen hat, das verdient grossen Respekt. Und Djokovic in seinem Alter, hat über 5 Sätze bei dieser Hitze weniger körperliche Reserven als ein 20 Jahre Jüngerer.

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