French Open: Andrejewa dankt sich nach Titel selbst
Mirra Andrejewa (WTA 8) gewinnt den Final an den French Open und holt ihren ersten Grand-Slam-Titel. Maja Chwalinska (WTA 114) schrammt an der Sensation vorbei.

Das Wichtigste in Kürze
- Mirra Andrejewa gewinnt die French Open in Paris.
- Die Russin bezwingt Maja Chwalinska aus Polen im Final mit 6:3, 6:2.
- Für die erst 19-Jährige ist es die Grand-Slam-Titel-Premiere.
Mirra Andrejewa (WTA 8) gewinnt an den French Open den ersten Grand-Slam-Titel ihrer noch jungen Karriere.

Die 19-Jährige setzt sich im Endspiel gegen Maja Chwalinska (WTA 114), die Überraschungsfrau aus Polen, durch. Am Ende gewinnt sie das Spiel in 82 Minuten deutlich mit 6:3, 6:2.
Siegerin dankt sich selbst
In ihrer Dankesrede im Stadion sorgt Andrejewa für Schmunzler. Sie sagt: «Ich möchte auch mir selbst danken, dass ich an mich selbst glaube, immer hundert Prozent gebe. Dass ich versuche, jeden Tag besser zu werden als Person und Spielerin, auch wenn es hart ist. Und dass ich daran glaube, dass ich es schaffen kann, gegen so viele Dämonen in mir anzukämpfen.»

Die junge Tennisspielerin fügt an: «Nur ich weiss, wie schwer es für mich war und wie nervös ich war während der zwei Wochen.»
Die Selbst-Danksagung kommt indes nicht überraschend. Sie gehört bei Mirra Andrejewa schon fast zum Programm. Auf ihrer Jacke steht deshalb auch «I want to thank myself».
Abgeschaut hat sie sich den Spruch bei US-Rapper Snoop Dogg. Dieser dankte sich bei seiner Aufnahme in den «Hollywood Walk of Fame» auch selbst.
Vier Breaks in Durchgang eins
Zum Spiel: Der Startsatz ist geprägt von vielen Breaks. Chwalinska muss sich gleich viermal den Aufschlag abnehmen lassen. Andrejewa returniert hervorragend und holt den Durchgang mit 6:3.
Im zweiten Satz dreht Andrejewa so richtig auf und führt schnell mit 5:0. Chwalinska gelingt mit dem Rücken zur Wand dann zwar noch ein Break. Schliesslich gewinnt Andrejewa Durchgang zwei aber mit 6:2.
Chwalinska-Märchen endet
Mirra Andrejewa feiert damit ihre Grand-Slam-Titel-Premiere. Auf der anderen Seite endet das Märchen von Maja Chwalinska an den French Open im Final.
Die Polin war in Paris als Qualifikantin gestartet und spielte sich sensationell bis ins Endspiel vor. Das gelang vor ihr seit Beginn der Open Era im Jahr 1968 nur Emma Raducanu (US Open 2021).

Trotz Final-Niederlage wird die 24-Jährige in der Weltrangliste nach den French Open einen grossen Sprung nach vorne machen.
















