Rafael Nadal

    Franzose lästert: «Nadal war sympathischer als Roger Federer»

    Christoph Böhlen
    Christoph Böhlen

    Frankreich,

    In einer Nadal-Biografie lästert ein Franzose über Roger Federer (44). Der Schweizer sei an den French Open «nur mit sich selber beschäftigt gewesen.»

    Roger Federer
    Roger Federer umarmt Rafael Nadal bei einer Ehrung an den French Open. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • 2009 gewinnt Roger Federer zum ersten und letzten Mal die French Open.
    • In einer Biografie wird der Leiter des Modernisierungsprojektes von Roland Garros befragt.
    • Der Franzose Gilles Jourdan sagt: «Nadal war sympathischer als Roger Federer.»

    Es scheint kaum einen beliebteren Sportler als Roger Federer zu geben. Egal, an welchem Tennisturnier der Schweizer vorbeischaut: Die Herzen fliegen dem Maestro zu – und das auch über drei Jahre nach seinem Rücktritt.

    Roger Federer
    Tennis-Ikone Roger Federer gewinnt in seiner Karriere einmal die French Open. - keystone

    Allerdings «wagt» sich nun ein Franzose, Kritik am Schweizer Tennis-Star zu üben. Gilles Jourdan, Leiter des Modernisierungsprojektes von Roland Garros, wird in einer Nadal-Biografie zitiert. Und er macht aus seiner Abneigung keinen Hehl.

    «Nadal war sympathischer als Federer», so Jourdan. «Wir hatten das Gefühl, dass Federer nur mit sich selber beschäftigt war. Er gab nichts – und opferte auch seine Zeit nicht.»

    Roger Federer
    Roger Federer bei einem seiner Auftritte bei Roland Garros. - keystone

    Und der Franzose erklärt weiter: «Roger Federer dachte sehr viel an Geld. Es gab keine Interaktion. Er war nicht böse oder unhöflich – aber wir sagten immer: Letztendlich ist er nicht der ideale Schwiegersohn. Nadal war authentisch.»

    Dass es sich bei Jourdans Aussagen um eine Einzelmeinung handelt, erklärt auch Autor Christopher Clarey, der die Nadal-Biografie verfasst hat.

    Roger Federer
    Roger Federer gewinnt 2009 die French Open. - keystone

    Roger Federer dürfte diese Meinung wohl sowieso kaum kümmern. Schliesslich gelang ihm auch bei den French Open einer seiner zwanzig Grand-Slam-Siege: 2009 setzte er sich im Final gegen Robin Söderling durch. Und wurde zu diesem Zeitpunkt einer von sechs Spielern, der alle Grand-Slams mindestens einmal für sich entscheiden konnte.

    Kommentare

    User #5607 (nicht angemeldet)

    Gilles wer?

    User #5443 (nicht angemeldet)

    Erst heute werden solche Aussagen erlaubt. Tja, dann last es doch.

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