Red Bull – Hadjar crasht beim Shakedown: «Nicht ideal fürs Team»
Team-Neuling Isack Hadjar zerlegte den Red Bull RB22 am zweiten Testtag in Barcelona. Der Franzose entschuldigt sich für den kostspieligen Fauxpas.
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Das Wichtigste in Kürze
- Isack Hadjar bremste Red Bull in Barcelona beim Shakedown mit einem Unfall aus.
- Der Abflug kostete das Team zwei Tage – erst am Freitag konnte Max Verstappen ausrücken.
- Der Franzose entschuldigt sich – Teamchef Laurent Mekies beruhigt.
Der private Shakedown der Formel 1 in Barcelona verlief für Red Bull zwiegespalten. Auf der Haben-Seite stehen drei insgesamt produktive Testtage. Vor allem die Laufleistung mit dem ersten eigenen Motor überzeugte. Der Red-Bull-Ford-Antrieb lief in Barcelona weitgehend problemlos.
Trotzdem setzte es für das Ex-Weltmeister-Team einen Dämpfer: Team-Neuzugang Isack Hadjar setzte den neuen RB22 am zweiten der insgesamt fünf Testtage in die Streckenbegrenzung. Die wenigen Bilder, die davon existieren, zeigen umfassende Schäden am Heck des Fahrzeugs.

Die folgenden zwei Tage musste Red Bull aussetzen, weil man auf eilig produzierte Ersatzteile warten musste. Gerade noch reichte es für einen Einsatz am Freitag, bei dem Max Verstappen wichtige Kilometer abspulen durfte. Der vierfache Weltmeister war davor nur am Dienstagvormittag zu einigen Runden im Regen gekommen.
Neuer Motor bei Red Bull läuft schon gut
Den Montag hatte Hadjar noch alleine bestritten und dabei fleissig seine Kilometer gesammelt. «Es war sehr produktiv und wir konnten viel mehr Runden fahren als erwartet. Alles lief ziemlich reibungslos und wir hatten nur kleinere Probleme. Das war ziemlich beeindruckend», so der Franzose.

Für den Unfall am zweiten Testtag hat der Neuzugang eine einfache Erklärung. «Kurz nach dem Wechsel von Regenreifen auf Intermediates habe ich in der letzten Kurve die Kontrolle über das Auto verloren.» Auf noch nasser und vor allem kalter Fahrbahn war für den Franzosen da nichts mehr zu machen.
Mekies: «Es waren lange Nächte nötig»
«Ich weiss, dass die Folgen des Unfalls nicht ideal für das Team waren», gibt Hadjar zu. «Positiv ist, dass ich bereits begonnen habe, die Dinge im Auto zu verstehen und daran zu arbeiten. Natürlich gibt es noch viel zu optimieren, aber bisher läuft es stabil. Diese Autos sind im Vergleich zur letzten Generation etwas berechenbarer», so der Franzose.

Teamchef Laurent Mekies sieht den Unfall des 21-Jährigen gelassen. «Es war bedauerlich, aber solche Dinge passieren nun einmal», so der Red-Bull-Boss. «Das Team an der Strecke und in der Fabrik hat Unglaubliches geleistet, um das Auto wieder fahrbereit zu machen. Es waren lange Nächte nötig, damit wir noch einen dritten Tag fahren konnten.»
















