Lewis Hamilton ist in der Formel-1-WM aktuell nur auf Rang sieben, der ersehnte achte Titel im Moment kein Thema. Ein Ex-Weltmeister glaubt an den Rücktritt.
Lewis Hamilton Mercedes Imola
Lewis Hamilton (Mercedes) beim Imola-GP der Formel 1. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Lewis Hamilton (37) ist aktuell weit von einem achten WM-Titel entfernt.
  • Der Mercedes W13 ist nicht konkurrenzfähig genug für den Briten.
  • Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve (51) glaubt sogar, dass Hamilton das Handtuch wirft.

Vor dem Saisonbeginn hatte man sich bei Mercedes viel ausgerechnet: Lewis Hamilton wollte nach der Titel-Enttäuschung von Abu Dhabi zurückschlagen. Mit einem achten WM-Titel wollte sich der Brite zum alleinigen Rekord-Weltmeister machen.

Holt Lewis Hamilton noch einen achten Weltmeistertitel?

Nach vier Rennen herrscht im Lager der Silberpfeile aber Ernüchterung: Ein glücklicher dritter Rang beim Saisonstart in Bahrain bleibt für Hamilton bisher das höchste der Gefühle. Der 37-Jährige steht tief im Schatten seines jungen Teamkollegen George Russell.

Villeneuve glaubt an Rücktritt von Lewis Hamilton

Und ein Ex-Weltmeister stellt nun sogar in den Raum, dass der Brite noch vor dem Saisonende den Stecker ziehen könnte. Jacques Villeneuve, Champion von 1997, spricht in seiner Kolumne dabei aus eigener Erfahrung.

Jacques Villeneuve BMW-Sauber 2006
Jacques Villeneuve im Einsatz für BMW-Sauber im Jahr 2006. - Keystone

Der Kanadier hörte 2006 mitten in einer schwierigen Saison bei BMW-Sauber auf. Und auch bei Lewis Hamilton stellt sich der Ex-Weltmeister die Frage: «Wird er überhaupt das Ende dieser Saison erreichen?»

Lewis Hamilton Formel 1
Lewis Hamilton (Mercedes) beim Australien-GP der Formel 1. - dpa

«Man kann niemandem in den Kopf schauen», schreibt der Kanadier. «Vielleicht ist er deprimiert und am Boden zerstört. Vielleicht kommt er auch nicht damit klar, nicht mehr gewinnen zu können.»

Droht wegen Russell interner Zwist bei Mercedes?

«Dann ist es vielleicht an der Zeit, zu entscheiden, dass das Leben ohne Rennsport besser ist. Wir sind in der Vergangenheit schon überrascht worden. Manchmal haben auch Weltmeister einfach die Nase voll», so Villeneuve.

Formel 1 George Russell
George Russell (re.) stand beim Australien-GP erstmals für Mercedes auf dem Podest. - keystone

Zudem sieht der 51-Jährige teaminterne Schwierigkeiten voraus. Als Wasserträger für seinen Teamkollegen Russell wird sich Hamilton wohl kaum zufriedengeben. «Es ist gerade sicher nicht leicht, Mercedes-Teamchef zu sein», meint Villeneuve.

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