WM 2026

WM 2026: Iran wohl nicht an der WM – was droht dem Frauen-Team?

Der Krieg hat auch Einfluss auf den iranischen Fussball: Ob die Männer an der WM 2026 teilnehmen ist offen. Und für das Frauen-Team wurde demonstriert

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In Zürich wird vor dem Fifa-Hauptsitz demonstriert. - Nau.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Angesichts des Krieges will der Iran auf das WM-Turnier verzichten.
  • Sportminister Ahmad Donjamali schliesst eine Teilnahme aus, auch Trump äussert sich.
  • Vor dem Fifa-Sitz in Zürich demonstrieren Menschen indes für das Frauen-Team.

Ende Februar hat die USA gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen. Seither ist die Lage im Nahen Osten eskaliert.

Der anhaltende Konflikt hat Folgen – auch im Bezug auf den Fussball. Hinsichtlich der WM 2026, die anderem in den USA stattfinden wird, zieht der Iran Konsequenzen.

wm 2026
Das iranische Team beim Asia Cup 2024. (Archivbild) - keystone

In einem TV-Interview sagt Sportminister Ahmad Donjamali: «Da diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat, haben wir unter allen Umständen keine Bedingungen, um an der WM teilzunehmen.»

Die bösartigen Massnahmen gegen Iran hätten dem Land innerhalb von acht oder neun Monaten zwei Kriege aufgezwungen. «Mehrere Tausend unserer Menschen wurden getötet», so Donjamali weiter.

Trump: «Iran ist willkomen, aber ...»

Dass der Iran bei der WM 2026 antreten wird, schliesst der Sportminister aus. «Daher haben wir definitiv keine Möglichkeit zu einer solchen Teilnahme.»

WM 2026
Donald Trump und Gianni Infantino bei der Gruppenauslosung für die WM 2026. - keystone

Mittlerweile haben sich auch Fifa-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump geäussert. Trump sagte zunächst: «Die iranische Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft willkommen.»

Auf seiner Plattform «Truth social fügt er an: «Aber ich glaube wirklich nicht, dass es angemessen ist, dass sie dort ist – um ihres eigenen Lebens und ihrer Sicherheit willen.»

Demo für die Iranerinnen vor Fifa-Hauptsitz in Zürich

Doch nicht nur das Männer-Team ist betroffen – auch die iranischen Fussballerinnen sind derzeit in einer heiklen Lage.

Iran
Die Iranerinnen beim Asien Cup. - keystone

Beim Asien-Cup zieht das Team den Zorn des Regimes auf sich, als es vor dem ersten Spiel weder salutiert noch die Hymne mitsang. Das Mullah-Regime reagierte prompt, nannte die Spielerinnen «Verräterinnen». In den kommenden Spielen salutierte das Team umgehend wieder.

Iran
Ab dem zweiten Spiel salutierte das Team wieder. - keystone

Menschenrechtler sind überzeugt: Den Frauen drohen nach der Rückkehr in den Iran harte Konsequenzen. Während einige Nationalspielerinnen daraufhin in Australien Asyl erhalten haben, kehrten andere wieder in ihr Heimatland zurück.

Iran
Ein Teil des iranischen Teams reist in die Heimat zurück. - keystone

Eine Spielerin verzichtet gar auf ihr Asyl. Und verriet – wohl unter starkem Druck des Regimes – den Aufenthaltsort ihrer Kolleginnen an die iranische Botschaft in Canberra. Deshalb wurden die verbliebenen Spielerinnen sofort evakuiert.

Um die Sicherheit der iranischen Fussballerinnen zu gewährleisten, haben am Donnerstagabend rund 30 Personen vor dem Fifa-Hauptsitz in Zürich demonstriert. Sie fordern die Fifa zu einer Stellungnahme auf – und dafür zu sorgen, dass die Spielerinnen in Sicherheit leben können.

Kommentare

User #2744 (nicht angemeldet)

Das Frauenteam wird es so nicht mehr geben. Traurig aber wahr , denn ich denke denen droht die todesstrafe

User #5030 (nicht angemeldet)

Den Iran braucht es definitiv nicht! Ausschluss aus allen Gremien!

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