Formel 1

    Formel 1 – Red-Bull-Teamchef: «Erwarte 18 Monate lang harten Kampf»

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Niederlande,

    Von wegen Red-Bull-Dominanz: Vier Teams konnten in der Formel 1 in dieser Saison schon Siege feiern. Bullen-Boss Christian Horner rechnet mit einem engen Kampf.

    Red Bull Formel 1
    Red Bull ist in der Formel 1 eingeholt worden. - Red Bull Content Pool

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Vorsprung von Red Bull auf die Formel-1-Konkurrenz ist dahin.
    • Teamchef Christian Horner rechnet mit einem engen Kampf an der Spitze.
    • Erst mit dem nächsten Regel-Zyklus erwartet Horner wieder grössere Abstände.

    Sieben Fahrer haben in der Formel 1 in der laufenden Saison bereits mindestens einen Grand Prix gewonnen: Bei Ferrari, McLaren und Mercedes konnten jeweils beide Stammpiloten einen Rennsieg verbuchen. Ausgerechnet bei Konstrukteurs-Weltmeister Red Bull ist «nur» WM-Leader Max Verstappen 2024 schon siegreich gewesen.

    Verteidigt Max Verstappen seinen WM-Titel trotz der Red-Bull-Formschwäche?

    Aber nicht nur, weil Sergio Perez bislang enttäuscht, erlebt die Motorsport-Königsklasse eine überraschend enge Saison. Die im Vorfeld erwartete Red-Bull-Dominanz ist nach einem starken Saisonstart mittlerweile verpufft. Das schnellste Auto im Starterfeld hatte zuletzt McLaren, die beste Renn-Strategie zumeist Mercedes.

    Formel 1 Red Bull
    Red Bull ist in der Formel 1 nicht länger das Mass aller Dinge. - Red Bull Content Pool

    Und Red-Bull-Teamchef Christian Horner glaubt, dass die Formel 1 mittelfristig eng umkämpft bleiben wird. Denn bis zum Ende der nächsten Saison bleibt das Reglement konstant, erst 2026 kommt die nächste Regel-Revolution. Kombiniert mit den Entwicklungs-Beschränkungen für die Spitzenteams, wird das Feld deshalb enger zusammenrücken.

    18 eng umkämpfte Monate in der Formel 1?

    «Konvergenz hat die Teams immer zusammengebracht», so Horner im Gespräch mit der offiziellen Formel-1-Website. «2026 gibt es eine grosse Regel-Änderung, die wieder zu einer Divergenz führen wird. Aber bis dahin, in den nächsten 18 Monaten, wird es zwischen den vier Teams hart umkämpft sein.»

    Formel 1 Christian Horner
    Christian Horner ist Teamchef von Red Bull in der Formel 1. - Red Bull Content Pool

    McLaren, Mercedes und auch Ferrari würden es Red Bull alles andere als leicht machen, so Horner. Umso wertvoller sei das Polster von 78 Zählern, das Verstappen auf seinen ersten Verfolger Lando Norris hat. «Mit diesem Vorsprung in die Sommerpause zu gehen, wird ihm bessere Erholung beschert haben», glaubt Horner.

    Red Bull kennt seine Schwachstellen in der Formel 1

    «Wir wissen, worauf wir uns konzentrieren und was wir verbessern müssen», so der Red-Bull-Teamchef. «In Spa haben wir die Pole mit sechs Zehntel Vorsprung geholt, das war dominant. Nach der Motorenstrafe haben wir mit Max Schadensbegrenzung betrieben», fasst Horner zusammen.

    Red Bull Formel 1
    Max Verstappen und Sergio Perez erleben bei Red Bull in der Formel 1 eine völlig unterschiedliche Saison. - Red Bull Content Pool

    Den Schwachpunkt, den der enttäuschende Checo Perez darstellt, will auch Horner nicht leugnen. Trotzdem hält Red Bull mindestens für die restliche Saison am Mexikaner fest. «Wir müssen weiter mit ihm arbeiten und ihn unterstützen. Wir müssen endlich verstehen, was im Moment nicht funktioniert», so Horner.

    Kommentare

    User #4352 (nicht angemeldet)

    Vergesst bitte nicht den Faktor VERSTAPPEN. Er fährt auch einen Schubkarren schneller als die anderen.

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