Formel 1 – FIA-Präsident bestätigt: «Neue V8-Motoren kommen 2030»
Die Formel 1 wird in Zukunft wieder mit V8-Motoren fahren. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem bekräftigt: Schon 2030 wird die Antriebs-Wende erfolgen.

Das Wichtigste in Kürze
- Dass die Formel 1 bald wieder auf V8-Motoren setzen wird, gilt mittlerweile als gesichert.
- FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem verspricht nun: Das neue Triebwerk kommt schon 2030.
- Die FIA habe dafür auch die Rückendeckung der Hersteller und der F1-Verantwortlichen.
Die Motoren-Misere in der Formel 1 hat in den letzten Wochen nochmals neue Dimensionen angenommen. Zuerst spielte die Technik beim Bahrain-GP in Malaysia in der Einführungsrunde verrückt, das halbe Feld rollte ohne Power aus. Die FIA musste einen «Hotfix» programmieren, was fast 45 Minuten kostete.
Und zuletzt sorgte ein weiterer Motoren-Patzer beim Sprint-Qualifying in Singapur für Ärger. Einem Teil des Feldes stand nach einer Roten Flagge die zusätzliche Leistung aus dem Overtake-Modus nicht zur Verfügung. Die FIA gab einen «menschlichen Irrtum» als Auslöser an.

Insgesamt hat sich die neueste Motoren-Generation in der Formel 1 als kapitaler Fehlgriff erwiesen. Kein Wunder, zeichnet sich eine Antriebs-Wende ab: Mittlerweile gilt als gesichert, dass die Formel 1 in Zukunft auf V8-Turbo-Motoren setzen wird.
Mit diesem Motor plant die Formel 1
Seit 2014 setzt die Formel 1 auf 1,6-Liter-V6-Turbomotoren – seit dieser Saison mit einer noch stärker ausgeprägten Hybrid-Komponente. Für 2026 sollte die Batterie rund 50 Prozent der Leistung der knapp 1000 PS starken Antriebe liefern. Wegen der zu leistungsschwachen Batterien wurde das Verhältnis jedoch auf 53:47 adjustiert.
Die nächste Motoren-Generation soll einen 3,0-Liter-V8-Biturbo als Kern des Antriebsstrangs einsetzen. Das geplante Triebwerk soll rund 850 PS liefern – hinzu kommt ein 100-kW-Hybridpaket. Dieses dürfte aber auf eine Art Push-to-Pass-System reduziert werden und als reine Überholhilfe dienen.
Formel 1 ab 2030 mit V8-Motoren?
Bei der Präsentation des für 2030 geplanten Afrika-Grand-Prix in Ruanda bestätigte FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem diesen Plan nun. «Die Einführung des neuen V8-Motors wird 2030 stattfinden, sodass dieser Motor bereits im allerersten Ruanda-GP eingesetzt wird», verspricht er.

Ben Sulayem betonte dabei auch, dass es kein FIA-Alleingang sei. Der wäre erst 2031 möglich – für eine frühere Umsetzung braucht es die Zustimmung der Hersteller. «Ich habe die Unterstützung der FOM, der Formel 1 und der Hersteller. Ich bin mir sicher, dass er eingeführt wird», so Ben Sulayem.
«Der neue Motor wird 80 Kilogramm leichter»
Der FIA-Boss geht bei der Presserunde in Kigali auch ins Detail über die Anforderungen an die nächste Motoren-Generation. «Uns war klar, dass die Fahrer leichtere Autos brauchen. Der neue Motor wird etwa 80 Kilogramm leichter sein», verspricht Ben Sulayem.

Erreicht wird das durch eine drastische Reduktion der Hybrid-Komponente, wodurch die schweren Batterien erheblich verkleinert werden. Das wirkt sich auch finanziell aus, so Ben Sulayem. «Die Kosten für Forschung und Entwicklung sowie für den Motor selbst werden um mindestens 50 Prozent gesenkt», verspricht er.
















